Ostafrika Hungersnot bedroht Millionen
Zehn Millionen in Somalia, Äthiopien und Kenia sind von der schweren Hungersnot bedroht. Sie brauchen dringend Hilfe - wie diese Menschen in Kenia.
Besonders Kinder leiden, sie sind die Schwächsten - und viele sterben. Diese somalische Frau weint in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Mogadischu um ihr totes Kind.
Doch die somalische Schabab-Miliz zeigt keine Gnade. Sie hat nun angekündigt, keine Hilfslieferungen in die von ihr kontrollierten Gebiete mehr zuzulassen. Hier ein Bild von den Islamistan bei einer Übung in Mogadischu im Februar 2011.
Ein Soldat der Afrikanischen Union hilft bei der Evakuierung eines Sammelpunktes für Flüchtlinge in Mogadischu. Die unterernährten Menschen sollen zur Notbehandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die wenigen Hilfskräfte in Somalia sind angesichts des Bürgerkriegs in dem Land und der Dürre in Ostafrika vollkommen überfordert.
Langer Weg ins Flüchtlingscamp: Diese Gruppe aus Somalia hat den Weg ins Lager Dadaab fast geschafft. Die Flüchtlinge sind oft ohne Proviant wochenlang durch die Savanne unterwegs.
Das Lager ist das größte Flüchtlingscamp der Welt. Es ist für 90.000 Personen ausgelegt, inzwischen sind fast 400.000 da. Das Bild zeigt eines der drei Teillager von Dadaab.
Täglich kommen mindestens tausend weitere Flüchtlinge an.
Viele der Flüchtlinge, insbesondere Kinder, sind stark unterernährt und oft zu schwach, Fliegen aus ihrem Gesicht zu scheuchen. Eine halbe Million Kinder sind laut Uno-Kinderhilfswerk Unicef vom Tod bedroht.
Dieser zweijährige Junge ist eines von Tausenden Kindern, das in Dadaab wegen Unterernährung behandelt wird.
Viele der Neuankömmlinge finden im Lager keinen Platz mehr und siedeln sich entlang der Lagergrenzen an - in provisorischen Hütten.
Aus Ästen, Bäumen, Plastikplanen und Schnüren bauen sich die Menschen Unterkünfte.
Krankenhäuser im Lager sind mit dem Ansturm der Flüchtlinge überfordert.
Flüchtlinge haben ihr Lager außerhalb von Dadaab aufgeschlagen: Die kenianische Regierung wehrt sich bislang dagegen, ein neues Lager zu errichten. Selbst wenn es eines gäbe: Es wäre sofort voll - und die alten immer noch überfüllt.
UNHCR-Chef António Guterres sagte, die Hungersnot sei die "größte humanitäre Katastrophe der Welt".
Ein Mann schaufelt nahe dem Camp Dadaab ein Grab für seinen vierjährigen Sohn: Der kleine Junge starb nach heftigen Durchfällen.
Ein Flüchtling aus Somalia läuft im Lager Dadaab in Kenia an Hütten vorbei. Viele Flüchtlinge sind schon seit vielen Jahren im Lager.
Hilfslieferungen sind dringend nötig, um eine größere Katastrophe zu verhindern. Die Hilfsorganisation Oxfam schätzt, dass bis zum Januar eine Milliarde Dollar nötig sind, um die Hungerkatastrophe zu lindern.
So notwendig diese Hilfe kurzfristig ist - langfristig ändert sie nichts. "Wir sehen kein Indiz dafür, dass der derzeitige Trend der Neuankömmlinge nachlassen wird", sagt Bettina Schulte, die für das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Lager Dadaab arbeitet.
Somalische Nomaden mit einer Ziegenherde nahe einem kenianischen Flüchtlingscamp: Viele Tiere sterben oder sind krank - die Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage und sind zur Flucht ins Lager gezwungen.
In Somalia ist die Lage dramatisch: Die Übergangsregierung kontrolliert nur kleine Teile des Landes. Dort verteilt sie Hilfspakete an Hungernde. Südlich der Hauptstadt wird das Land von den islamitischen Schabab-Milizen beherrscht.
Seit 20 Jahren herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Der dauernde bewaffnete Konflikt verschärft die Not zusätzlich.