Ostafrika: Hungersnot bedroht Millionen - DER SPIEGEL
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Ostafrika Hungersnot bedroht Millionen

In Somalia tobt ein Bürgerkrieg, die Nachbarländer leiden unter extremer Dürre, die Region steuert direkt in eine Tragödie. Millionen Menschen sind vom Tod bedroht, Flüchtlingslager mit dem Ansturm überfordert - und erstmals seit fast 30 Jahren spricht die Uno offiziell von einer Hungersnot.
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Zehn Millionen in Somalia, Äthiopien und Kenia sind von der schweren Hungersnot bedroht. Sie brauchen dringend Hilfe - wie diese Menschen in Kenia.

Foto: REUTERS/Jakob Dall/Danish Red Cross
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Besonders Kinder leiden, sie sind die Schwächsten - und viele sterben. Diese somalische Frau weint in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Mogadischu um ihr totes Kind.

Foto: FEISAL OMAR/ REUTERS
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Doch die somalische Schabab-Miliz zeigt keine Gnade. Sie hat nun angekündigt, keine Hilfslieferungen in die von ihr kontrollierten Gebiete mehr zuzulassen. Hier ein Bild von den Islamistan bei einer Übung in Mogadischu im Februar 2011.

Foto: Mohamed Sheikh Nor/ AP
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Ein Soldat der Afrikanischen Union hilft bei der Evakuierung eines Sammelpunktes für Flüchtlinge in Mogadischu. Die unterernährten Menschen sollen zur Notbehandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Die wenigen Hilfskräfte in Somalia sind angesichts des Bürgerkriegs in dem Land und der Dürre in Ostafrika vollkommen überfordert.

Foto: AFP/ AU-UN
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Langer Weg ins Flüchtlingscamp: Diese Gruppe aus Somalia hat den Weg ins Lager Dadaab fast geschafft. Die Flüchtlinge sind oft ohne Proviant wochenlang durch die Savanne unterwegs.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Das Lager ist das größte Flüchtlingscamp der Welt. Es ist für 90.000 Personen ausgelegt, inzwischen sind fast 400.000 da. Das Bild zeigt eines der drei Teillager von Dadaab.

Foto: Oli Scarff/ Getty Images
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Täglich kommen mindestens tausend weitere Flüchtlinge an.

Foto: Oli Scarff/ Getty Images
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Viele der Flüchtlinge, insbesondere Kinder, sind stark unterernährt und oft zu schwach, Fliegen aus ihrem Gesicht zu scheuchen. Eine halbe Million Kinder sind laut Uno-Kinderhilfswerk Unicef vom Tod bedroht.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Dieser zweijährige Junge ist eines von Tausenden Kindern, das in Dadaab wegen Unterernährung behandelt wird.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Viele der Neuankömmlinge finden im Lager keinen Platz mehr und siedeln sich entlang der Lagergrenzen an - in provisorischen Hütten.

Foto: Oli Scarff/ Getty Images
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Aus Ästen, Bäumen, Plastikplanen und Schnüren bauen sich die Menschen Unterkünfte.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Krankenhäuser im Lager sind mit dem Ansturm der Flüchtlinge überfordert.

Foto: Oli Scarff/ Getty Images
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Flüchtlinge haben ihr Lager außerhalb von Dadaab aufgeschlagen: Die kenianische Regierung wehrt sich bislang dagegen, ein neues Lager zu errichten. Selbst wenn es eines gäbe: Es wäre sofort voll - und die alten immer noch überfüllt.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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UNHCR-Chef António Guterres sagte, die Hungersnot sei die "größte humanitäre Katastrophe der Welt".

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Ein Mann schaufelt nahe dem Camp Dadaab ein Grab für seinen vierjährigen Sohn: Der kleine Junge starb nach heftigen Durchfällen.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Ein Flüchtling aus Somalia läuft im Lager Dadaab in Kenia an Hütten vorbei. Viele Flüchtlinge sind schon seit vielen Jahren im Lager.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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Hilfslieferungen sind dringend nötig, um eine größere Katastrophe zu verhindern. Die Hilfsorganisation Oxfam schätzt, dass bis zum Januar eine Milliarde Dollar nötig sind, um die Hungerkatastrophe zu lindern.

Foto: NOOR KHAMIS/ REUTERS
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So notwendig diese Hilfe kurzfristig ist - langfristig ändert sie nichts. "Wir sehen kein Indiz dafür, dass der derzeitige Trend der Neuankömmlinge nachlassen wird", sagt Bettina Schulte, die für das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR im Lager Dadaab arbeitet.

Foto: Oli Scarff/ Getty Images
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Somalische Nomaden mit einer Ziegenherde nahe einem kenianischen Flüchtlingscamp: Viele Tiere sterben oder sind krank - die Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage und sind zur Flucht ins Lager gezwungen.

Foto: Rebecca Blackwell/ AP
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In Somalia ist die Lage dramatisch: Die Übergangsregierung kontrolliert nur kleine Teile des Landes. Dort verteilt sie Hilfspakete an Hungernde. Südlich der Hauptstadt wird das Land von den islamitischen Schabab-Milizen beherrscht.

Foto: Farah Abdi Warsameh/ AP
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Seit 20 Jahren herrscht in Somalia Bürgerkrieg. Der dauernde bewaffnete Konflikt verschärft die Not zusätzlich.

Foto: Farah Abdi Warsameh/ AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?