Ostdeutsches Supermodel - DER SPIEGEL
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Ostdeutsches Supermodel "Ich habe mich durchgebissen"

Vom Plattenbau auf den Catwalk: Franziska Knuppe ermöglichte der Mauerfall eine Traumkarriere - doch erst war sie enttäuscht. Im SPIEGEL-TV-Interview erzählt das Supermodel von ihrem Neustart in der spießigsten Stadt Deutschlands und erklärt, warum man in der Platte besser feiert als in einer Luxusvilla.
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Roter Teppich, rote Lippen: Das deutsche Topmodel Franziska Knuppe auf der Berliner Fashion Week in Berlin im Juli 2008.

Foto: Miguel Villagran/ AP
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Mauerspaziergang: Franziska Knuppe (r.), damals gerade 15, mit ihrer Mutter bei einem Spaziergang entlang der Mauer kurz nach der Grenzöffnung im Novemer 1989 in Berlin. 1997 wurde die Potsdamerin in einem Café ihrer Heimatstadt für den Laufsteg entdeckt und stieg schnell zu einem der begehrtesten deutschen Models auf.

Foto: Franziska Knuppe
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Pelz und Spitze: Luxus ist für Franziska Knuppe Teil des Jobs, sie selbst mag es eher bodenständig. "Die saßen alle in ihren Villen und feierten für sich", erinnert sie sich an ihr erstes Silvester im Westen. "Wenn wir zu DDR-Zeiten in Potsdam zu Silvester raus gegangen sind, dann versammelte sich die halbe Plattenbaubewohnerschaft auf der Straße. Man hat sich in den Armen gelegen, hat gemeinsam jedes neue Jahr begrüßt."

Foto: dpa
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Trabis in der Bornholmer Straße: Jubelnde Berliner begrüßen Trabis, die über den Grenzübergang Bornholmer Straße nach West-Berlin rollen. Nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 zog es Millionen DDR-Bürger in den Westen - die damals 15-jährige Franziska Knuppe musste eine Woche warten, bevor sie das erste Mal "rüber" durfte.

Foto: DPA
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Damals und heute: Glamourauftritte wie diese Dessous-Show im Juli 2008 sind für Franziska Knuppe inzwischen alltäglich - dabei erinnert sie sich gut daran, wie sie neidisch die Westklamotten einiger Mitschüler bewunderte, die nach dem Mauerfall sofort in den Westen durften. Ihr hatten die Eltern das verboten. "Ich war ziemlich traurig", sagt das Supermodel noch heute.

Foto: dpa
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Bresche im Betonwall: DDR-Grenzbeamte stehen am 11. November 1989 tatenlos an der Mauer, während die Menge ein ganzes Segment des Betonwalls heraushebelt. Noch Tage zuvor wäre hier scharf geschossen worden. "Es veränderte sich plötzlich alles", erinnert sich Franziska Kuppe, die in Potsdam aufwuchs.

Foto: AP
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Das Model und ihr Mentor: Franziska Knuppe mit Wolfgang Joop bei einer Filmpremiere in Berlin im Januar 2005. Der Modeschöpfer sprach Knuppe 1997 in einem Café in Potsdam an und überzeugte sie, sich als Model zu versuchen.

Foto: AP
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Lockende Westmark: DDR-Bürger stehen im November 1989 vor einer West-Berliner Bankfiliale für ihr Begrüßungsgeld in Höhe von 100 D-Mark an. Vor den Banken bildeten sich in dieser Zeit lange Schlangen - auch Franziska Knuppe und ihre Familie stürzten sich wohl oder übel in das Getümmel.

Foto: Klaus Lehnartz
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Schaufensterbummel im Westen: Nach der Maueröffnung strömten die Ost-Berliner zu Hunderttausenden in die Einkaufsstraßen des Westteils der Stadt. Vor allem der Kurfürstendamm zog die ostdeutschen Schaufensterbummler magisch an. Einkäufe waren für die meisten nicht drin, wie sich Franziska Knuppe erinnert: "Mit dem bisschen, was man in der DDR verdient hat, konnte man jetzt nicht gerade Extremshoppen gehen."

Foto: AP
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Münchner Tracht: In diesen Wiesn-Dessous könnte Franziska Knuppe tatsächlich als waschechte Münchnerin in Oktoberfestlaune durchgehen. Tatsächlich hat sie an der Isar drei Lahre lang eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht, aber so richtig wohl fühlte sich die Potsdamerin dort nicht. "Man musste sich immer verteidigen dafür, dass man in der DDR aufgewachsen war", erinnert sich das Topmodel.

Foto: dpa/obs/Triumph International AG
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Traumhochzeit: Im August 1999 heiratete Franziska Knuppe in Potsdam ihren Freund Christian Möstl. Das Hochzeitskleid hatte ihr Entdecker und Mentor Wolfgang Joop höchstpersönlich entworfen.

Foto: dpa
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Wie die Mutter, so die Tochter: Seit 2007 ist Franziska Knuppe Mutter der kleinen Mathilda. Die Leser einer People-Zeitschrift wählten Knuppe und ihren Gatten Christian Möstl Anfang 2009 zum "Elternpaar der Jahres" - hier sieht man die beiden Knuppe-Damen bei der Preisverleihung im April 2009 in Hamburg.

Foto: dpa
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Husch, husch in's Körbchen: Tochter Mathilda hilft ihrer Mutter Franziska Knuppe im Juni 2009 schon fleißig beim Golfbälle sammeln auf dem Anfängerplatz.

Foto: Getty Images
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Welt des Glamour: Franziska Knuppe im November 2007 bei einer Charity-Gala in Monte Carlo. Heute bewegt sich das Model beruflich in einer Welt, in der Geld oft keine Rolle zu spielen scheint. Doch sie erinnert sich noch genau, wie sie sich 1989 als 15-Jährige von ihrem Begrüßungsgeld am liebsten eine Barbie-Puppe gekauft hätte.

Foto: Getty Images
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Topmodel als Taufpatin: Auch Models machen manche berufliche Verpflichtungen weniger Spaß, andere mehr - diese Schiffstaufe auf Mallorca im April 2009 gehört für Franziska Knuppe dem Augenschein nach zur zweiten Kategorie.

Foto: dpa
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Mode und Politik: Franziska Knuppe mit Klaus Wowereit, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, im Januar 2009 bei der Fashion Week in der Hauptstadt.

Foto: dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?