Ostsahara Blüte in der Wüste
Sandmeer: Wo heute endlose Saharadünen bis zum Horizont reichen, ließ es sich vor 8000 Jahren gut leben. Damalige Betrachter sahen vom Gilf-Kebir-Plateau aus kein Sandmeer, sondern eine blühende Savanne
Schwimmer: Bekannt aus dem Film "Der Englische Patient" zeigt diese Felszeichnung aus einer Höhle in Südwestägypten schwimmende Menschen - mitten in der Wüste. Zu Lebzeiten des Künstlers jedoch war die Sahara grün, und es gab Wasser in Fülle
Bis 8500 vor Christus: Die Sahara erstreckt sich 400 Kilometer weiter nach Süden als heute. Außerhalb des Niltals befinden sich keine menschlichen Siedlungen (rote Punkte). Die Wüste ist leer
8500-7000 v. Chr.: Plötzlich einsetzende Monsunregen verwandeln die Sahara in eine blühende Savanne, in der sich flink auch prähistorische Siedler ausbreiten. In der feuchtesten Zeit des frühen Holozän waren der Süden der heutigen Sahara und das Niltal sogar zu feucht und gefährlich für die Menschen
5300-3500 v.Chr.: Ab 5300 vor Christus ließ der Monsunregen plötzlich nach. Während es im Süden der Sahara, im heutigen Sudan, noch ausreichend Oberflächenwasser für die Siedler gibt, werden die Menschen im Nordteil in kleine Zufluchten (dünne rote Kreise) zurückgedrängt - oder wandern ins Niltal ab. Die Rückkehr des Wüstenklimas nach Ägypten um 3500 vor Christus fällt mit den Anfängen der pharaonischen Kultur im Niltal zusammen
3500-1500 v.Chr.: Außerhalb des Niltals beschränken sich menschliche Aktivitäten auf die Kreuzungsstellen von Handelsrouten durch die Sahara, auf die wenigen Orte in der Wüste mit Oberflächenwasser und Außenposten. Die Wüste ist aber noch nicht so weit nach Süden ausgebreitet, wie sie es vor 8500 vor Christus gewesen ist