Ottfried Fischer: "So ein Schmarrn!" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ottfried Fischer "So ein Schmarrn!"

Hat ein ehemaliger "Bild"-Redakteur Ottfried Fischer unter Druck gesetzt, ihn mit einem heimlich gefilmten -Prostituierten-Video zu einem Exklusiv-Interview genötigt? Der Anwalt des Schauspielers bittet nun den Richter aus dem ersten Prozess in den Zeugenstand.
1 / 10

Schauspieler Ottfried Fischer im Münchner Gericht: Im Berufungsprozess um die Sex-Affäre forderte die Verteidigung Freispruch für den ehemaligen "Bild"-Redakteur.

Foto: dapd
2 / 10

Wolf-Ulrich Sch.: Der mittlerweile zum Bauer-Verlag gewechselte Angeklagte war in erster Instanz wegen Nötigung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch unbefugte Bildaufnahmen zu 14.400 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er soll Fischer mit dem Sex-Video zu einem Exklusiv-Interview genötigt haben. Das Video war gegen ein sogenanntes Info-Honorar an die "Bild"-Zeitung gegangen. Gegen das Urteil hatten der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft Rechtsmittel eingelegt.

Foto: Arne Meyer/ dpa
3 / 10

Fischer mit seinem Anwalt Christoph Knauer: Am Dienstag sollte im Berufungsprozess eine Entscheidung fallen - doch Knauer stellte den Antrag, den Amtsrichter in den Zeugenstand zu rufen, der das erste Urteil fällte. Dieser solle zum Inhalt der Aussagen zweier Zeugen, die in der Hauptverhandlung vernommen wurden, befragt werden. Die Vorsitzende Richterin der 22. Strafkammer gab dem Antrag statt.

Foto: dapd
4 / 10

Ottfried Fischer: Mit Fernsehserien wie "Der Bulle von Tölz" und "Pfarrer Braun" wurde der schwergewichtige Bayer einem breiten Publikum bekannt.

Foto: dapd
5 / 10

Fischer mit seinen Anwälten zu Beginn des Prozesses im Amtsgericht München am 25. Oktober 2010. Seit 2008 leidet der Schauspieler an Parkinson, arbeitet aber trotzdem weiter, auch als Kabarettist.

Foto: Frank Leonhardt/ dpa
6 / 10

Der Schauspieler und Kabarettist trat in dem Prozess selbst als Zeuge auf.

Foto: dapd
7 / 10

Ottfried Fischer am Set der ARD-Fernsehserie "Pfarrer Braun": Der Schauspieler fürchtete eigenen Angaben nach um seine Karriere.

Foto: dapd
8 / 10

Schlagzeilen der Sensationspresse: Das Gericht verurteilte alle fünf Beschuldigten wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs Fischers, den ehemaligen "Bild"-Journalisten außerdem wegen Nötigung.

9 / 10

Fischer-Interview: Der inzwischen unabhängig von dem Verfahren zu einem anderen Verlag gewechselte Journalist erhielt mit 180 Tagessätzen zu 80 Euro die höchste Geldstrafe. Der Journalist und die Staatsanwaltschaft haben Berufung eingelegt.

10 / 10

Fischer-Schlagzeile: Fischer sagte, er habe sich durch das Sex-Video in seiner Karriere bedroht gefühlt. Seine Agentin habe ihm deshalb zur Anfrage der "Bild"-Zeitung nach einem Interview gesagt: "Wenn du denen nichts gibst, dann verlierst du deinen 'Pfarrer Braun', dann bist du am Ende", sagte der Darsteller des "Pfarrer Braun".

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?