Packende Pokalfights: Selbsteinwechsler, Elfmeterhelden und ein Turban-Tor - DER SPIEGEL
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Packende Pokalfights Selbsteinwechsler, Elfmeterhelden und ein Turban-Tor

In der Geschichte des Pokals gab es etliche Partien und Aktionen, die zur Legende wurden. Ob Günter Netzers eigenmächtige Einwechslung, Dieter Hoeneß' verbundener Kopf oder das listige Freistoßtor von Hamburgs Manfred Kaltz. SPIEGEL ONLINE hat die größten Momente zusammengestellt.
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Eine der legendärsten Pokalpartien war das Finale des DFB-Pokals 1973. Borussia Mönchengladbach traf auf den 1. FC Köln. Günter Netzer, dessen Wechsel zu Real Madrid zu diesem Zeitpunkt bereits feststand, wird von Trainer Hennes Weisweiler zu Beginn der Partie nur auf die Bank gesetzt. Für den Weltstar ein Affront. Auch nach der regulären sitzt er dort, 1:1 steht es. Netzer wird es zu bunt. Er wechselt sich selbst ein und erzielt anschließend das entscheidende Tor zum 2:1.

Foto: dpa/ picture-alliance/ dpa
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Dieter Hoeneß (r.) und sein legendärer Turban: Im DFB-Pokalfinale 1982 traf der FC Bayern mit Hoeneß auf den 1. FC Nürnberg. Nicht nur, dass Hoeneß schon früh eine Verletzung erlitt und fortan mit Mullbinden um den Kopf gewickelt weiterspielen musste, sein Verein lag zur Pause auch noch 0:2 zurück. Doch nach dem Wechsel drehten die Münchner auf. 4:2 hieß es am Ende für die Bayern, das letzte Tor erzielte Hoeneß - per Kopfball.

Foto: ASSOCIATED PRESS
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Pfiffe nach dem Sieg: Der 1. FC Köln gewann zwar das Finale und Stadtderby gegen Fortuna Köln 1983. Die Sympathien galten dennoch ganz eindeutig dem unterlegenen Zweitligisten. Der FC hatte durch ein Tor von Pierre Littbarski (l.) knapp gewonnen, im Stadion wurde aber anschließend nur wenig gefeiert.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Bayer 05 Uerdingen traf 1985 im Endspiel auf Bayern München. Uerdingen hatte damals Spieler wie Matthias Herget sowie Friedhelm (Bild) und Wolfgang Funkel in ihren Reihen. Die Bayern dafür Stars wie Raimond Aumann, Klaus Augenthaler, Lothar Matthäus, Sören Lerby und Dieter Hoeneß. Hoeneß war es auch, der die Bayern in der achten Minute in Führung brachte. Doch nur eine Minute später glich Horst Feilzer aus. In der 68. Minute gelang Wolfgang Schäfer der entscheidende Treffer und die Überraschung war perfekt.

Foto: Roland Holschneider/ picture alliance / dpa
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Im DFB-Pokalfinale 1987 trafen der Hamburger SV und Zweitligist Stuttgarter Kickers aufeinander. Nach Toren von Dirk Kurtenbach und Hamburgs ehemaligem Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer stand es bis kurz vor Schluss 1:1. In der 87. Minute foulte Bernd Schindler HSV-Profi Miroslaw Okonski etwa 22 Meter vor dem Kickers-Tor. Manfred Kaltz schnappte sich den Ball, alle Spieler rechneten mit einer Flanke in den Strafraum. Doch was macht Kaltz? Der zirkelt den Ball an der anderen Seite der Mauer vorbei und trifft ins Tor. "Es ist so grausam", klagte Stuttgarts Trainer Dieter Renner damals. Das 3:1 durch Frank Schmöller zwei Minuten später machte die Niederlage perfekt.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Zum ersten Mal erreichte 1993 eine Amateurmannschaft das Finale. Bayer Leverkusen spielte damals gegen die Zweite Mannschaft von Hertha BSC Berlin. Das mit Nationalspielern gespickte Team der Leverkusener hatte trotzdem große Mühe. Erst in der 77. Minute erlöste Ulf Kirsten seine Mannschaft und traf zum 1:0. Dabei blieb es auch. Die Berliner feierten anschließend trotzdem ihr sensationelles Pokaljahr.

Foto: Wolfgang_Kumm/ picture-alliance / dpa/dpaweb
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2008 traf der aktuelle Deutsche Meister Borussia Dortmund auf die klar favorisierten Münchner. Stürmer Luca Toni hatte die Bayern bereits in der elften Minute in Führung gebracht. Und eigentlich deutete nichts darauf hin, dass die Borussia noch zum Ausgleich hätte kommen können. Doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang Mladen Petric doch noch das 1:1, und der Dortmunder Anhang hoffte wieder auf den ersten Pokal-Triumph seit 1989. Doch es war erneut Toni, der die Hoffnungen der Borussen in der 103. Minute zunichte machte.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
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