Päpste auf Reisen Pleiten, Pech und Pontifex
Hui Bö: Während des Angelus-Gebets auf dem Stephansplatz in Wien am 9. September 2007 erwischt eine steife Brise Papst Benedikt XVI. und nimmt ihm für kurze Zeit die Sicht.
Gähn: Bei der Messe im maltesischen Floriana 2001 kann der erschöpfte Papst Johannes Paul II. seine Müdigkeit nicht verbergen - und auch...
...während eines Treffens ins Prag 1997 gähnt er ausgiebig. Zu seiner Entschuldigung: Der damals 76-Jährige hatte einen langen Tag hinter sich.
Messerattacke: Bei seinem Besuch 1970 in Manila entging Papst Paul VI. nur knapp einem Attentat. In der ihn umgebenden Menschenmenge war der als Priester verkleidete Bolivianer Benjamín Mendoza y Amor mit einem Messer auf ihn zugestürzt und konnte erst in letzter Sekunde von einem Leibwächter abgefangen werden.
Das ist doch der Zipfel! Bei einem Besuch in Mexiko 1990 wurde Papst Johannes Paul II. beinahe zu Fall gebracht, als eine Frau sein Gewand festhielt.
Windiger Empfang: Papst Benedikt XVI. besuchte im August 2005 das erste Mal in seiner Amtszeit Deutschland. Bei seiner Ankunft auf dem Flughafen Köln/Bonn am 18. August wurde er vom Bundespräsidenten Horst Köhler begrüßt - und einem Windstoß, der ihm unter den Talar fuhr.
Pileolus perdu: Bei dem Besuch des Papstes in Deutschland 2005, seiner ersten Auslandsreise nach Amtsantritt, wurde ihm am Flughafen die Kopfbedeckung, der sogenannte Pileolus, weggeweht.
Bühne gestürmt: Während einer Messe, die Papst Johannes Paul II. am 23. Mai 2002 in Baku, Aserbaidschan hielt, sprang der geistig verwirrte aber unbewaffnete Kyazim Azizov auf die Bühne. Der 40-Jährige wurde verhaftet, später von der Polizei wieder freigelassen. In einem Statement hatte sich der Angreifer als "Prinz der Welt" bezeichnet.
Eingekesselt: Umgeben von Sicherheitsleuten kämpfte sich Papst Paul VI. am 4. Januar 1964 durch die Altstadt von Jerusalem. Nachdem er von seinem Gefolge getrennt worden war, bahnte man ihm unter massivem Gewalteinsatz einen Weg: Mit Knüppelhieben konnte er schließlich befreit werden. Ein Ohrenzeuge will ein verzweifeltes Gebet von Paul VI. gehört haben - "Herr, ich bin der großen Gnade nicht würdig, dort zu sterben bestimmt zu sein, wo du gestorben bist."
Umschwärmt: Während seines Besuchs 1968 in Kolumbien nimmt Paul VI., hier in der Hauptstadt Bogotá, ein Bad in der Menge - beschützt von etlichen Polizisten, die mit Schlagstöcken versuchen, die Papst-Fans abzuwehren.
Entzürnt: Der Auftritt von Johannes Paul II. während einer Messe 1983 im nicaraguanischen Managua passte so gar nicht zum Image des sanftmütigen, gütigen Papstes - in aller Öffentlichkeit hatte er damals den katholischen Priester Ernesto Cardenal wegen seiner politischen Aktivitäten in der Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront gemaßregelt.
Der Papst, der Schelm: Während eines Besuchs in Paris im Juni 1980 blödelt Johannes Paul II. herum.
Kultur-Konfrontation: Papst Johannes Paul II. wird während eines Besuchs auf den Fidschi-Inseln am 21. November 1986 von einem traditionell gekleideten Krieger zu einer Messe im Albert Park von Suva begleitet.
Flop-Visite: Nur einen Tag blieb Johannes Paul II. 1996 in Berlin, wo er nicht gerade herzlich empfangen worden war. Während seiner Fahrt durch die Stadt im Papamobil wurde er ausgepfiffen, die Demonstranten skandierten: "Kondome statt Dome". Dann...
...wurde das Papst-Gefährt auch noch mit Farbeiern beschmissen, eine Jesusfigur ohne Lendenschurz hochgehalten und eine Gegenpäpstin aufgeboten - alles in allem war der Deutschland-Besuch ein PR-Eklat und in Erwartung dessen bewusst kurz gehalten worden.
Go Home! Im Mai 1985 demonstrierten linksliberale Jugendliche gegen den Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche in den Niederlanden und auch...
...1998 kam es in Indien zu flammenden Protesten: Radikale Hindus verbrannten in der Hauptstadt Neu-Delhi Missionarspuppen als symbolischen Akt und riefen dazu auf, Zwangskonvertierungen zu stoppen.