Palästinensertuch-Weberei: Mode aus Nahost - DER SPIEGEL
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Palästinensertuch-Weberei Mode aus Nahost

Palästinensertücher kommen schon lange nicht mehr aus Palästina, sondern aus Asien. Zwei Brüder aus Hebron produzieren jetzt wieder das Original. Ihr Erfolgsrezept: Sie erfüllen auch exotische Wünsche.
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Familie Hirbawi lebt in Hebron im Westjordanland und stellt Kefije her , in Deutschland besser als Palästinensertücher bekannt.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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Palästinenserführer Jassir Arafat (rechts) trennte sich nie von seiner Kefije. Er trug sie auch bei dem historischer Handschlag mit Israels Premierminister Yitzhak Rabin. Das Bild der politischen Dreifaltigkeit von Washington ging 1993 um die Welt.

Foto: Gary Hershorn / REUTERS
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Das Tuch wurde erst zum Wahrzeichen des nationalen Widerstands - und dann zum modischen Accessoire.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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Palästinenser-Chic für Saudis: Diese Luxusausgaben des Traditionstuchs sind von einem libanesischen Top-Designer veredelt worden. Kostenpunkt: 200 Dollar.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Selbst Armreifen gibt es im Kefije-Design.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Die amerikanische Jet-Setterin und Designerin Mary-Kate Olsen kam 2008 zum Sundance Film Festival mit lilafarbener Kefije-Variante.

Foto: Scott Halleran / Getty Images
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Oscar-Preisträger Jeremy Irons erschien 2006 bei einer Filmpremiere in London mit grünem Pali-Tuch.

Foto: Chris Jackson/ Getty Images
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Die rein modisch motivierte Renaissance des Karostoffs schmerzte diejenigen, die in ihm ein Nationalsymbol sehen - und auch die Weber im Westjordanland konnten von der Popularität des Tuchs nicht profitieren.

Foto: Chip Somodevilla / Getty Images
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Je beliebter die Tücher wurden, desto mehr Menschen stiegen in die Produktion ein. Und die Hirbawis blieben auf der Strecke: Mit den Preisen aus China und Indien konnten sie nicht mithalten.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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Fünf Jahre lang standen die Webstühle des Familienbetriebs still. Zwischenzeitlich gab es gar keine Kefijes made in Palestine mehr.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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Die Familie nutzte die Zwangspause, um ihre Geschäftsstrategie zu überdenken.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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"Heute setzen wir ganz auf Qualität und versuchen, uns dem wandelnden modischen Geschmack der internationalen Käufer anzupassen", sagt Hirbawi.

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Außer den klassischen Tüchern verkaufen sie nun auch quadratische Schals in allen Farben und auch etwas abgewandelte Muster.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
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Mit den Händlern im Jerusalemer Altstadtbasar haben die Hirbawis wertvolle Marketinghelfer gefunden. Touristen erklären sie ganz offen, dass sie die Wahl haben zwischen billigen Tüchern aus Asien und teureren aus Hebron.

Foto: HAZEM BADER/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?