Palmyra So wüteten die IS-Terroristen in der antiken Oasenstadt
Die berühmten antiken Ruinen von Palmyra in Syrien zählen zum Weltkulturerbe. Vor dem Bürgerkrieg war die Oasenstadt ein beliebtes Ziel von Besuchern aus aller Welt.
Palmyra liegt 210 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Damaskus im Herzen der syrischen Wüste und ist eine der bedeutendsten historischen Stätten im Nahen Osten. Es war einst eine belebte Handelsstadt, durch die mit Seide und Gewürzen beladene Karawanen zogen.
Doch auch Palmyra ist vom Bürgerkrieg schwer getroffen worden. Menschen mussten fliehen, uralte Monumente wurden zerstört.
Im Mai 2015 eroberten die Dschihadisten vom "Islamischen Staat" Palmyra, sie zerstörten unter anderem den rund 2000 Jahre alten Baal-Tempel. Bilder der beschädigten Tempelanlagen gingen um die Welt.
Während ihrer zehnmonatigen Herrschaft über den Ort sprengten die Terroristen mehrere Tempel aus vorislamischer Zeit und enthaupteten Khaled Asaad, den Chef-Archäologen von Palmyra.
Auch dieser Triumphbogen existiert so nicht mehr - das Bild stammt von 2010. Die Islamisten sprengten das Monument.
Archäologen zeigten sich später positiv überrascht: Teile der vom IS zerstörten Bauten lassen sich offenbar wieder aufbauen.
Heute boomt der Handel mit illegalen Kulturgütern aus Palmyra. Es gibt Hinweise, dass die IS-Terroristen, die Palmyras Museum verwüstet haben, daran beteiligt sind.