Ausgebauter Panamakanal Größer, breiter, teurer
Handelsschiffe auf dem Panamakanal. Mit gut 80 Kilometer Länge verbindet der Kanal den atlantischen mit dem pazifischen Ozean. Er beginnt in Colón im Norden und endet nahe Panama-Stadt im Süden.
Ende Juni ist der neu ausgebaute Kanal eröffnet worden. Künftig sollen deutlich größere Schiffe durch den Kanal geschleust werden können.
Mindestens 5,25 Milliarden US-Dollar hat das Megaprojekt gekostet. Die Kanalverwaltung streitet sich mit dem Baukonsortium GUPC noch um nachträglich aufgelaufene Zusatzkosten in Höhe von 1,6 Milliarden Dollar.
Zwischen 35 und 40 Schiffe werden jeden Tag durch den Panamakanal geschleust. Daran dürfte sich auch durch den Ausbau nichts ändern, doch die Schiffe werden größer. Pro Jahr sollen deshalb künftig 600 Millionen Tonnen Fracht transportiert werden können, statt bisher 300 Millionen Tonnen.
Insgesamt wurden 150 Millionen Kubikmeter Erde und Geröll für die Ausweitung des Kanals abgeräumt. An den neuen Schleusen an der Atlantik- und Pazifikseite verbauten die Arbeiter zwölf Millionen Tonnen Zement. 192.000 Tonnen Stahl kamen zum Einsatz.
In den Wochen vor der Eröffnung wurden die neuen Schleusen mit großen Frachtern erprobt. Hier fährt gerade die "Noble Halo" in die Schleuse von Miraflores ein.
Nach der Eröffnung des erweiterten Kanals verfügt die Wasserstraße über drei Schleusensysteme.
Test mit einem großen Containerfrachter: Die "Cosco Houston" fädelt mit Schlepperhilfe in die Schleusenkammer von Cocoli ein. Viel mehr Platz ist nicht.
49 Meter breit und bis zu 366 Meter lang können die Schiffe maximal sein, die den erweiterten Kanal zwischen Atlantik und Pazifik künftig passieren.