Panini-Sticker-Analyse Deutschland stark, Niederlande schwach
Viel Deutschland: Die Analyse von 23.839 Aufklebern zeigte einige Ungereimtheiten. Das deutsche Team kam auf insgesamt 918 Aufkleber. Das sind immerhin 211 mehr, als zu erwarten waren. Der Mittelwert je Mannschaft liegt bei 707 Stickern.
Ungleich verteilt: Sticker deutscher und kroatischer Spieler waren am häufigsten - von den Niederlanden gab es die wenigsten Aufkleber.
Ivan Periic (Motiv 65): Der kroatische Mittelfeldspieler tauchte besonders häufig, nämlich 61-mal, in der Statistik auf. Der Mittelwert je Motiv lag bei 37 Stück.
Heatmap aller 640 WM-Sticker: Aufkleberzahlen, die genau dem zu erwartenden Mittelwert von 37 entsprechen, sind weiß gefärbt. Abweichungen nach oben und unten erscheinen grün beziehungsweise violett. Auffällig sind die überwiegend kräftig grünen Spalten wie Deutschland und Kroatien. Bei diesen Mannschaften sind fast alle Aufkleber deutlich häufiger vorhanden als der zu erwartende Mittelwert von 37 Stück. Zugleich gibt es andere Teams, deren Stückzahlen fast sämtlich nur leicht unterhalb des Mittelwerts von 37 liegen - etwa die fünf Mannschaften ganz rechts (USA, Belgien, Algerien, Russland, Südkorea).
Verpackung der WM-Sticker: Womöglich mischt Panini die Sticker der Länder nicht gut genug miteinander, sodass Chargen ausgeliefert werden, in denen einzelne Teams überdurchschnittlich häufig auftauchen.
Druckbögen mit Spielerfotos: Panini erklärte, dass die 640 Sticker in gleicher Menge hergestellt werden.
Deutsches Team: Stecken Lahm, Boateng und Neuer hierzulande besonders häufig in Tütchen, damit die Fans ihre Mannschaft möglichst schnell komplett haben? Die Daten der SPIEGEL-ONLINE-Leser legen dies zumindest nah.
Deutschland und Niederlande im Vergleich: Die großen Unterschiede bei den Stickeranzahlen sind erstaunlich. Motiv-Nummer 1 steht für das Logo, Nummer 2 ist das Mannschaftsfoto - danach folgen Torwart und die Feldspieler.
Box mit 100 Tütchen: Kauft man eine solche Box, hat man weniger Sticker doppelt, als man erwarten würde, wenn man 100 Tütchen nach und nach einzeln kauft. Das legen zumindest die Daten der Leser nahe.