Pannen im Kalten Krieg Atombombe auf Abwegen
Atombomberunfall von Palomares: An der spanischen Küste werden am 1. Februar 1966 Fässer mit verseuchter Erde auf ein Landungsboot verladen, das sie zu einem US-Militärschiff transportieren wird. Am 17. Januar 1966 waren während eines Auftankmanövers ein US-amerikanischer SAC-Langstreckenbomber vom Typ B-52 und ein Tankflugzeug über der spanischen Mittelmeerküste nahe Almeria kollidiert und stürzten brennend ab. Der Bomber, der sich auf einem Patrouillenflug befand, hatte vier Wasserstoffbomben an Bord. Drei der gefährlichen Sprengsätze fielen bei der Kollision im Umkreis des Dorfes Palomares zu Boden und verursachten eine radioaktive Verseuchung der Umgebung.
Bergung der Bombe in Palomares: Die Besatzung des U-Bootes USS Petrol mit der Wasserstoffbombe nach deren Bergung am 7. April 1966
Nukleares Material: Ein US-Soldat untersucht im Februar 1966 das Material, das nach dem Unfall mit amerikanischen Atomwaffen am 17. Januar 1966 gefunden wurde
Bomber-Wrack: Das ausgebrannte Wrack des US-amerikanischen B-52-Bombers, der am 17. Januar 1966 während eines Auftankmanövers mit einem Tankflugzeug über der spanischen Mittelmeerküste nahe Almeria kollidierte
Bombensuche: Ein Taucher des US-amerikanischen Militärs leitet im März 1966 ein Alvin-Mini-U-Boot in der Nähe von Palomares ins Wasser. Nach dem Nuklearunfall am 17. Januar wurden in einer acht Wochen dauernden Entseuchungsaktion mehrere tausend Tonnen verseuchter Erde von US-Spezialkommandos abgetragen und per Schiff auf amerikanische Atomfriedhöfe gebracht. Gleichzeitig wurde fieberhaft nach der über dem Mittelmeer vermissten vierten Bombe gesucht.
Bombe am Strand: Ein Mann fotografiert am 18. Januar 1966 eine der drei Bomben am Strand von Palomares