Paparazzo Stefan T. Gotcha, Promi
Einsatzbereit: Vor einem Berliner Hotel wartet Stefan T. auf seinem Motorroller, bis er neue Beute sichtet. Mit seinen 22 Jahren ist er einer der jüngsten im Paparazzi-Gewerbe und weiß, dass viele Menschen seine Arbeit für "asozial" halten, wischt moralische Bedenken aber beiseite. Mehr...
Trautmanns Bild von Sharon Stone beim Shoppen am Flughafen: Solange man den Star gut erkennt, dürfen Paparazzi-Fotos unscharf und verwackelt sein. Das wertet sie sogar auf, so machen sie einen authentischeren Eindruck. Denn Paparazzi leben gerade von der Kluft zwischen großem Star-Pomp und kleinen Alltagsszenen.
Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz mit Fanmeute: Paparazzo Stefan beschreibt seinen Job als Spiel mit durchschaubaren Regeln, als "Geben und Nehmen" mit Promis. Wer privat von Fotografen belästigt wird, sieht das meist ganz anders.
Pierce Brosnan in der Berliner Galerie "Stefan Szczesny": Internationale Prominente lassen sich auch international vermarkten, weiß Stefan - und das bringt am meisten Geld.
007 knipst zurück: Wie Brosnan geben sich auch die meisten anderen Stars gelassen, sofern nicht ihre Privatsphäre empfindlich beeinträchtigt wird. Dann allerdings kann es für Paparazzi schmerzhaft werden - Schläge von Bodyguards oder Prügeldrohungen gehören zum Berufsrisiko.
Vor dem Berliner Hotel de Rome: Matt Damon spielt mit und gibt Autogramme.
B-Promi-Paar Tatjana Gsell und Prinz Ferfried von Hohenzollern alias "Foffi": "Die Promis sind ja auch nicht blöd, die spielen mit uns", sagt der Fotograf.
Stefans Bild von Tom Cruise in Berlin: Wenn der Star so freundlich in die Kamera grient, wird es keinen Ärger geben - solche Bilder haben aber einen geringeren Marktwert. Der Paparazzo blüht erst auf, wenn sein Jagdinstinkt befriedigt und die Kasse voll ist.
Titelseite des Berliner Boulevardblatts "B.Z.": Stefan T. gelang eines der ersten Bilder, auf dem Helge Schneider als Hitler zu sehen war, vom Set des umstrittenen Films "Mein Führer".
Stefan mit US-Schauspieler Adam Sandler: Vom Hobby-Knipser und Autogrammsammler wurde er zum Berufsfotografen. Und weiß selbst: "Eigentlich könnte jeder Honk das machen, der eine Kamera halten kann."