Papst in Israel - DER SPIEGEL
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Papst in Israel Kreuzflug nach Jerusalem

Stromausfälle, Festnahmen und am Ende ein Triumphzug zwischen Natodraht: Bereits vor 45 Jahren brach ein Papst ins gelobte Land auf. Paul VI. wandelte als erster Pontifex der Kirchengeschichte auf den Spuren Jesu - ein Jahrhundertereignis. Doch fast wäre die päpstliche Pilgerfahrt zum Debakel geraten.
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Seine Heiligkeit am Jordan: Die Reise von Papst Paul VI. im heiligen Land begann friedlich. Auf dem Weg von der jordanischen Hauptstadt Amman nach Jerusalem machte die päpstliche Autokolonne einen Zwischenstopp am Jordan, an der Stelle, an der Johannes Jesus getauft haben soll.

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Empfangskomitee: Eine jordanische Pfadfindergruppe mit jordanischen und Vatikanstadt-Flaggen begrüßt Papst Paul VI. in Jordanien.

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Herzlicher Empfang: Eine jubelnde Menschenmenge empfing Papst Paul VI. bei seinem Besuch in Jordanien.

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Paul VI. in Israel: Die versammelten Bischöfe und Kardinale im Vatikanischen Konzil reagierten eher zurückhaltend, als Papst Paul VI. am 4. Dezember 1963 verkündete, er werde eine Reise nach Israel unternehmen. Die Zeitungen feierten am nächsten Tag jedoch die Entscheidung als historische Sensation.

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Nonnen freuen sich auf den Papst: Das erste Ziel der Papstreise war Jerusalem, das zu dieser Zeit noch zu Jordanien gehörte. Paul VI. landete daher am 4. Januar 1964 in der Haupstadt Ammam, wo er begeistert empfangen wurde.

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Sicher Pilgern: In Jordanien wurde Papst Paul VI. ständig von bewaffneten Sicherheitsleuten bewacht. Die zuständigen Polizei- und Armeeeinheiten wurden vom jordanischen König Hussein persönlich von einem Hubschrauber aus koordiniert.

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Königlicher Empfang: Mit 21 Salutschüssen wurde Papst Paul VI. am 4. Jamuar 1964 bei seiner Ankunft in Amman vom jordanischen König Hussein begrüßt. Vor ihm war über 150 Jahre kein Papst außerhalb Italiens gereist.

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Drängelei um den Papst: Die Szenen in der Altstadt Jerusalems glichen mehr und mehr einem Straßenkampf. Es gab mehrere Verletzte und nur unter massivem Gewalteinsatz konnte ein Weg für Papst Paul VI. gebahnt werden, der längst von seinem Gefolge getrennt war.

Foto: AP
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Eingekesselt: Umgeben von Sicherheitsleuten kämpfte sich Papst Paul VI. am 4. Januar 1964 durch die Altstadt von Jerusalem.

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Verschwunden in der Menge: Nur mit Knüppelhieben konnte der in der Menge eingekeilte Papst in Jerusalem schließlich wieder befreit werden. Ein Augenzeuge will ein verzweifeltes Gebet von Paul VI. gehört haben - "Herr, ich bin der großen Gnade nicht würdig, dort zu sterben bestimmt zu sein, wo du gestorben bist."

Foto: Getty Images
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Ein tief bewegter Moment: Papst Paul VI. im Gebet in der Grabeskirche in Jerusalem am 4. Januar 1964. Während seiner Messe am Grab Jesu gab es einen Kurzschluss, der beinahe eine Massenpanik in der überfüllten Kirche ausgelöst hätte. Der Papst las die Messe bei Kerzenschein weiter, bis der Brand gelöscht war.

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Medienrummel: Bei seiner Ankunft am See Genezareth wurde Papst Paul VI. gleich von Fotografen umringt. Ausgewählte Pressevertreter aus aller Welt begleiteten den heiligen Vater auf seiner Reise.

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Religiöses Gipfeltreffen: Während seiner Reise traf Papst Paul VI. auch den Patriarchen von Konstantinopel, Athenagoras in Jerusalem.

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Empfang in Israel: Papst Paul VI. während eines Treffens mit dem israelischen Präsident Zhelman Shazar am 5. Januar 1964 in Megiddo.

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Religiöses Großaufgebot: Papst Paul VI. während einer Rede im israelischen Megiddo, kurz hinter der jordanischen Grenze am 5. Januar 1964 - mit auf dem Bild der israelische Präsident Zalman Shazar (ganz rechts), Eugene Kardinal Tisserant (ganz links) und Monsignore Federico Callori di Vignale (mit Brille). Insgesamt blieb der Papst nur etwa elf Stunden in Israel und fuhr anschließend zurück nach Jordanien.

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Ein Kuss vom Papst: Den Ölberg konnte Papst Paul VI. auf seiner Nahostreise nicht auslassen. Dort küsst er den Stein der Schmerzen im Garten von Gethsemane.

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