Papst in Thüringen Kleine Kapelle, große Erwartungen
Pilger auf dem Weg zum Eichsfeld, auf dem der Papst am Freitagabend eine Vesper feiert. Viele Besucher sind Protestanten, sie erhoffen sich neue Impulse für die Ökumene.
Ursprünglich hatte man mit rund 100.000 Besuchern gerechnet, doch viele gaben ihre Karten zurück, erwartet werden nun rund 60.000.
Die Feuerwehr im Außeneinsatz: Die Autobahn 38 wurde auf einer Strecke von zehn Kilometern gesperrt, so dass Busse auf ihr parken konnten.
Unter den Pilgern sind auch viele junge Christen, die den Papst live erleben wollen.
Hier, an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach, wird Benedikt mit Gläubigen eine Marianische Vesper feiern. Dafür wurde vor Ort eine riesige Bühne aufgebaut.
Eine Frau trägt die Fahne des Vatikan auf das Eichsfeld.
Am Morgen war der Papst auf dem Flughafen in Erfurt gelandet.
Dort wurde er von Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht empfangen.
Persönlicher Gruß: Benedikt traf am Flughafen in Erfurt auch auf Motorrad-Polizisten.
Anschließend besichtigte er an der Seite von Bischof Joachim Wanke den Erfurter Mariendom.
Dann trug sich der Papst in Gegenwart von Ministerpräsidentin Lieberknecht in das Goldene Buch der Stadt Erfurt ein.
Volles Programm: Am Mittag traf sich Benedikt mit Vertretern der evangelischen Kirche im Augustinerkloster zu Erfurt. Hoffnungen auf einen bedeutenden Impuls für die Ökumene erfüllten sich nicht. Wer das erwartet habe, sei einem Missverständnis aufgesessen.