Papst-Reise Benedikts Triumph
Der Papst winkt der Menschenmenge: Benedikt XVI. feierte eine Messe in Birmingham.
Mit der Seligsprechung von Kardinal John Henry Newman, sein Zeichen der Versöhnung mit der anglikanischen Kirche, war die Visite in Großbritannien beendet.
Es war das erste Mal, dass der Papst eine Seligsprechung selbst vornahm: Päpste sprechen normalerweise heilig, nicht selig. Benedikt unterstrich damit die Bedeutung, die er dem 1890 verstorbenen Geistlichen beimisst.
In seiner Predigt vor rund 55.000 Gläubigen würdigte das 83-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche erneut den britischen Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
Dabei gedachte er vor allem der Opfer der schweren Luftangriffe im nahe gelegenen Coventry im November 1940.
An dem Gottesdienst in einem Park vor Birmingham nahm auch der Bostoner John Sullivan teil, der vor neun Jahren nach einem Gebet zu Newman plötzlich wieder gehen konnte. Das von der Kirche anerkannte Wunder läutete den Seligsprechungsprozess ein.
Es war die 17. Auslandsreise des Papstes: Die Skepsis der Briten schwand, und der deutsche Pontifex wurde auf der Insel gefeiert.