Papstwahl damals - DER SPIEGEL
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Papstwahl damals Das letzte Veto

Politische Ränkespiele in der Ewigen Stadt - Im Auftrag des Kaisers von Österreich-Ungarn sabotierte ein polnischer Kardinal die Papstwahl und verhalf damit Pius X. am 4. August 1903 zum Amt des Pontifex. Die dramatischen Geschehnisse sollten die katholische Kirche für immer verändern.
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Papst Pius X. (1903-1914): Der 1835 geborene Giuseppe Sarto wurde am 4. August 1903 im siebten Wahlgang des Konklaves zum Papst gewählt. Elf Jahre lang stand er an der Spitze der katholischen Kirche. Pius X. starb kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges am 20. August 1914.

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Kardinal Mariano Rampolla (1843-1913): Der langjährige Kardinalstaatssekretär galt als Wunschnachfolger Papst Leos XIII. und ging als Favorit in das Konklave 1903. Ein Veto des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. verhinderte jedoch seine Wahl.

Aus: Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Franz Xaver Seppelt und Klemens Löffler, München 1933, S. 476-98.

Foto: Verlag Joseph Kösel & Friedrich Pustet
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Die Papstkandidaten im Konklave: Bereits in ihrer Ausgabe vom 9. Juli 1903 also noch vor dem Tod des amtierenden Papstes Leo XIII. präsentiert die Berliner "Illustrierte Zeitung" die acht aussichtsreichsten Kandidaten für die kommende Papstwahl. Ganz links sind die beiden Kontrahenten Sarto (oben) und Rampolla (unten) abgebildet.

Foto: Berliner Illustrierte Zeitung
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Kardinal Jan Puzyna (1842-1911): Der Krakauer Bischof legte im Konklave 1903 ein "Veto exclusio" gegen den aussichtsreichsten Kandidaten Rampolla ein und verhinderte damit dessen Wahl.

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Stimmzettel der Papstwahl: In der Mitte ist der Vordruck "Eligo in Summum Pontificem R. D. meum D. Card." zu lesen: "Ich wähle zum Papst den Hochwürdigsten Herrn, meinen Herrn Kardinal".

Die Muster dieses Stimmzettels lagern heute im Geheimarchiv des Vatikans.

Aus: Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Franz Xaver Seppelt und Klemens Löffler, München 1933, S. 476-98.

Foto: Verlag Joseph Kösel & Friedrich Pustet
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Das Innere der Sixtinischen Kapelle als Wahlraum: Das Konklave trat in der Sixtinischen Kapelle zusammen, die zu diesem Zweck an beiden Wandseiten mit langen Sitzreihen für die Kardinäle ausgestattet wurde. Die Baldachine über den Plätzen wurden heruntergeklappt, sobald ein neuer Papst gewählt war. Nur einer blieb geöffnet - der über dem neugewählten Papst.

Aus: Papstgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Franz Xaver Seppelt und Klemens Löffler, München 1933, S. 476-98.

Foto: Verlag Joseph Kösel & Friedrich Pustet
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