Dzanga-Sangha-Schutzgebiet Paradies der Waldelefanten
Andrea Turkalo: "Es ist ein Wunder", sagt die US-Forscherin über den Treffpunkt der Waldelefanten.
Lichtung von Dzanga Sangha: "Ich hatte einfach Glück", sagt sie. "Niemand hatte die Tiere zuvor wirklich studiert."
Schon bald konnte Turkalo die einzelnen Tiere an ihren Schädelformen und Einrissen in den Ohren unterscheiden.
Turkalo mit Helfer im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet: Die Amerikanerin gab den Tieren Namen, studierte ihre komplexen Familienstrukturen.
Seit 1990 hat Andrea Turkalo fast 4000 Waldelefanten identifiziert.
Idylle am Dzanga-Fluss: Gemeinsam mit dem angrenzenden Lobéké-Nationalpark in Kamerun und Nouabele-Ndoki in der Republik Kongo bildet das Dzanga-Sangha-Schutzgebiet in der Zentralafrikanischen Republik das grenzüberschreitende Unesco-Welterbe Sangha Trinational.
Waldelefanten leben in weiten Teilen des tropischen Afrikas von Gabun bis Uganda. Aber nur auf der berühmten Lichtung Dzanga Bai kann man sie Tag und Nacht beobachten.
Männlicher Gorilla im Dschungel: Das Engagement für Dzanga Sangha konnte bisher verhindern, dass das Schutzgebiet nicht längst wie andere Parks in der Region ausgewildert wurde.
Noch ziehen die Elefanten und Gorillas eine wachsende Anzahl an Besuchern an. Aber wie lange noch?
Der Kampf gegen Wilderer gleicht einem Militäreinsatz. Immer wieder sterben dabei Menschen.
WWF-Mitarbeiter verbrennen Waffen und Schlingen von Wilderern. Das Dzanga-Sangha-Gebiet an der Grenze zu Kamerun und dem Kongo galt lange als relativ sicher, weil es weitgehend von den politischen Unruhen im Norden abgeschnitten blieb.
Im Dzanga-Sangha-Gebiet leben auch die sogenannten Bayaka.
Sie jagen auf traditionelle Weise Tiere im Dschungel.
Auch die Lebensgrundlage der Bayaka ist in Gefahr, wenn der Ausverkauf der Wälder der Zentralafrikanischen Republik fortschreitet.