Angriffe auf "Charlie Hebdo" Magazin als Angriffsziel
Spurensicherung nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo": Die islamkritische Satirezeitung wurde am Mittwoch von zwei Männern attackiert.
Bei dem Angriff starben nach bisherigem Stand mindestens zwölf Menschen, die Zahl der Verletzten ist noch unklar.
Es ist nicht das erste Mal, dass das Magazin von einem Angriff erschüttert wird - wenn auch zuletzt mit weniger dramatischen Folgen als bei der aktuellen Attacke. In der Nacht auf den 2. November 2011 hatten Unbekannte einen Molotow-Cocktail in die Pariser Redaktion von "Charlie Hebdo" geworfen.
Damals entstand erheblicher Sachschaden: Datensysteme wurden zerstört, ebenso die Einrichtung der Redaktionsräume. Verletzte gab es damals allerdings nicht zu beklagen.
Auch er wurde bei dem aktuellen Anschlag offenbar getötet: Herausgeber Stéphane Charbonnier, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Charb. Insgesamt sollen sich laut der Zeitung "Le Figaro" vier Zeichner des Heftes unter den Opfern befinden. Er hält auf diesem Foto eine Ausgabe mit einer Karikatur des Propheten Mohammed in Händen. Gegen dieses Cover hatte es massive Proteste gegeben.
Auf dem Titel seiner jüngsten Ausgabe widmet sich die Zeitung dem neuen Buch des französischen Autors Michel Houellebecq. Darin beschäftigt er sich mit dem Szenario einer Islamisierung Frankreichs unter einem muslimischen Präsidenten. Auf dem Titel sagt der Autor: "2015 verliere ich meine Zähne - 2022 feiere ich Ramadan."