Pariser Szene-Lokale: - DER SPIEGEL
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Pariser Szene-Lokale Sommerschnee und Schmetterling

Nirgends ist Essengehen so wichtig wie in Paris - und so teuer. Doch viele talentierte Köche setzen auf kreative Menüs zu bezahlbaren Preisen. Sogenannte Néo-Bistros mischen die Gastro-Szene auf.
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Schick mit Schmetterling: Im Frühjahr eröffnete im noblen 17. Arrondissement das Papillon, das erste eigene Lokal von Christophe Saintagne. Der in der Pariser Gastro-Szene bekannte Franzose war lange Zeit Küchenchef bei Starkoch Alain Ducasse.

Foto: Pierre Monetta
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Stühle aus Eichenholz, cognacfarbene Lederbänke: Freundlicher Bistro-Stil ist in Paris derzeit schwer angesagt.

Foto: Pierre Monetta
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Hip mit Hosenträger: Die Mannschaft im Papillon war mit dem Andrang bei der Eröffnung im März überfordert, schreibt Restaurant-Kritiker Alexander Lobrano. Aber Lob hatte er für eine "in Stroh geräucherte Lammschulter" übrig, die duftete "wie eine Sommerwiese, an der man riecht, wenn man bei einem Picknick ein bisschen eindöst".

Foto: Pierre Monetta
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Junges Gemüse: Der Laden bringe "eine ordentliche Ladung Hipster-Energie in einen sehr bürgerlichen Teil von Paris", schreibt Food-Journalist Lobrano.

Foto: Pierre Monetta
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"Die in Paris gerade äußerst angesagten Néo-Bistros kombinieren eine sehr hohe Qualität der Speisen mit entspanntem Ambiente", sagt Julien Walther, der das deutschsprachige Blog "Trois Etoiles" betreibt, eine Sammlung von Restaurantkritiken aus aller Welt.

Foto: Pierre Monetta
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"Diese Läden haben meist ein schlichtes Interieur, verbannen die weißen Tischdecken und legen größten Wert auf frische Zutaten - oft von Erzeugern aus der Region."

Foto: Pierre Monetta
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Das Lokal von Christophe Saintagne hat montags bis freitags geöffnet, jeweils mittags und abends. Lunch-Menüs gibt es für 28 bis 36 Euro. Am Abend bestellt man à la carte und wird für ein mehrgängiges Essen mindestens 65 Euro los.

Foto: Pierre Monetta
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Ein Lokal wie ein Schmuckkästchen: In Paris haben sich in den letzten Jahren viele Köche selbständig gemacht, die zuvor viele Jahre in der Spitzengastronomie gearbeitet haben. So war es auch im Neige d'été (auf Deutsch: Sommerschnee).

Foto: Shinku Noda
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Hier kocht der Japaner Hideki Nishi, der sich nach 15 Jahren im Pariser Luxushotel George V mit seinem eigenen Konzept "von der Schwere des großen Restauranttempels befreit hat", wie Food-Blogger Julien Walther sagt.

Foto: Jae Hwan Lee
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Passend zum Namen wirkt das Interieur des Lokals wie mit Schnee überzogen.

Foto: Shinku Noda
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Stauraum unterm Tisch: Wer bei Hideki Nishi essen möchte, muss schon etwas tiefer in den Geldbeutel greifen. Im Neige d'été kostet ein Mittagsmenü, das aus drei Gängen und einem Dessert besteht, 45 Euro. "Japanische Präzision und höchst französische Kochtechnik", lobt der "Guide Michelin" und zeichnete das Neige d'été mit einem Stern aus. Gemüse und Fisch kommen aus der Bretagne - das Fleisch wird mit japanischer Holzkohle gegart.

Foto: Shinku Noda
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?