Japans Attacke Pearl Harbor - das Grauen aus dem Nichts
Brennender Koloss: Die "USS West Virginia" war ab 1940 bei Pearl Harbor stationiert, um im Ernstfall eine japanische Attacke abwenden zu können. Als Japan am 7. Dezember 1941 überraschend den Stützpunkt der US-Pazifikflotte attackierte, sank das Schlachtschiff, getroffen von sechs Torpedos und zwei Bomben. Erst im Mai 1942 konnte das Wrack geborgen werden.
Feuer auf dem Wasser: Nach einer Explosion steht die "USS Arizona" am 7. Dezember 1941 in Flammen. Das Schiff sank in sieben Minuten mit 1177 Männern. Der Angriff der Kaiserlich Japanischen Marineluftstreitkräfte traf die in Pearl Harbor ankernde US-Pazifikflotte völlig unvorbereitet. Es war keine Kriegserklärung Japans an die USA vorangegangen.
Propagandaerfolg: Japan feierte den Angriff gegen die US-Navy-Basis Pearl Harbor auf der hawaiianischen Insel O'ahu als Triumph. Das Bild zeigt Szenen vom Dreh eines japanischen Propagandafilms, für den ein Modell des US-Militärstützpunkts verwendet wurde. Die Positionierung der Modellschiffe entspricht exakt den tatsächlichen Liegepositionen während des Angriffs.
Vor dem Angriff: Japanische Bomber des Typs Aichi D3A1 "Val" bereiten sich am 7. Dezember auf das Bombardement von Pearl Harbor vor; im Hintergrund der japanische Flugzeugträger Soryu.
Befehl zur Zerstörung: Ein Offizier des japanischen Flugzeugträgers Shokaku beobachtet den Start der Bomber. Die Inschrift links von ihm gibt den Befehl an die japanischen Piloten wieder, den Feind zu zerstören. Bei den Kampfhandlungen kamen auf amerikanischer Seite 2403 Menschen ums Leben.
Gefahr aus der Luft: Ein japanisches Kampfflugzeug vom Typ 97 "Kate" startet vom Flugzeugträger Shokaku Richtung Hawaii. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor weitete Japan den damals seit vier Jahren andauernden Pazifikkrieg aus.
Kriegseintritt: Japanische Kampfflieger im Anflug auf Pearl Harbor. Bis dahin waren die USA nicht am Zweiten Weltkrieg beteiligt. Das änderte sich schlagartig mit der Attacke der mit Deutschland verbündeten Japaner. Am 8. Dezember, einen Tag nach dem Überraschungsangriff, erklärten die USA Japan den Krieg und traten damit in den Weltkrieg ein. Am 11. Dezember schließlich erklärten Deutschland und Italien ihrerseits den USA den Krieg.
Verheerend: Ein japanischer Bomber während des Angriffs auf Pearl Harbor. Mit insgesamt sechs Flugzeugträgern, sechs U-Booten und 441 Kampfflugzeugen griffen die Japaner an und trafen die USA empfindlich.
Vor der Zerstörung: Eine Luftaufnahme von 1940 zeigt den Flottenflughafen auf Ford Island in Pearl Harbor. Zu sehen sind der Flugzeugträger "Yorktown", zehn Schlachtschiffe, 17 Kreuzer, zwei leichte Kreuzer und mehr als 13 Zerstörer. Fünf der US-Schlachtschiffe sanken während des Angriffs im Dezember 1941; drei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und drei Zerstörer wurden beschädigt.
In Trümmern: Die rauchenden Aufbauten des sinkenden Schlachtschiffs "USS Arizona" nach dem Ende des Angriffs. Den Zeitpunkt - Sonntag, den 7. Dezember - hatte das japanische Militär gewählt, da viele Dienststellen des US-Militärs am Sonntag nur mit reduziertem Personal besetzt waren.
Schwimmende Schrotthalde: Die Wracks der amerikanischen Zerstörer "USS Downes" und "USS Cassin" liegen nach dem Angriff auf Pearl Harbor im Trockendock 1 des Militärstützpunkts.
Traumatisch: Eine Explosion erschüttert die "USS Shaw" während des japanischen Angriffs, der zu einem Trauma der USA wurde: Der Begriff "Pearl Harbor" gilt in den Vereinigten Staaten noch heute als Synonym für einen völlig unvorhergesehenen, vernichtenden Angriff.
Panorama des Grauens: Das schwer beschädigte Schlachtschiff "USS California" vor Ford Island. Während den Angriffen zahlreiche US-Schlachtschiffe zum Opfer fielen, gingen die US-Flugzeugträger weitgehend unbeschädigt daraus hervor - was für das US-Militär anschließend von entscheidender Bedeutung sein sollte. Ebenso waren große Teile der US-Treibstoffdepots unversehrt geblieben.
Rettungsversuch: US-Marinesoldaten versuchen, ein brennendes PBY-Wasserflugzeug während des Angriffs auf den Luftstützpunkt Kaneohe Bay auf Hawaii am 7. Dezember 1941 zu bergen. Eines der zentralen japanischen Ziele der Attacke war es, auch die US-Luftstreitkräfte empfindlich zu treffen, damit diese keine Gegenangriffe auf die japanische Flotte fliegen konnten.
Verzweifelte Gegenwehr: Ein Hagel aus Flugabwehrgeschossen über dem Rauch, der von dem brennenden Schlachtschiff USS Arizona aufsteigt. Die Verluste auf japanischer Seite blieben gering, verglichen mit den amerikanischen.
Zerrissen: Das Wrack eines US-Bombers vom Typ B-17C liegt nach dem Angriff auf Pearl Harbor auf dem hawaiianischen Militärflugplatz Hickam. 188 US-Kampfflugzeuge wurden von den Japanern zerstört, weitere 155 beschädigt.
Letzte Ruhe: Das Wrack der "USS Oklahoma" liegt nach dem Angriff halb versunken im Wasser. Die enormen Totenzahlen stellten das US-Militär vor Probleme: So schnell, wie die Überreste der Toten begraben werden mussten, konnten sie nicht alle identifiziert werden. Das Pentagon ordnete später eine Exhumierung und Identifizierung der Toten an.
Schock: Mit Zorn und Entsetzen nahm die US-Öffentlichkeit den Angriff Japans auf die US-Navy auf. Hier lesen Zeitungskäufer am New Yorker Times Square von der Überraschungsattacke auf Hawaii - und den gleichzeitigen Angriffen auf US-Stützpunkte auf den Philippinen.
Ende der Abgeschiedenheit: Offiziere der US-Navy lauschen an Bord der Ansprache Franklin D. Roosevelts am 8. Dezember 1941 vor dem US-Kongress. Darin erklärte der US-Präsident den Achsenmächten den Krieg. Mit dem Eintritt in den Zweiten Weltkrieg endete die zuvor von der Mehrheit der US-Bürger befürwortete Politik des Isolationismus.