Smartwatch-Test Das ist die Pebble Time
Pebble Time: Dank E-Ink-Display ist sie sehr viel ausdauernder als andere Smartwatches. Unser Testgerät wurde mit einem weißen Kunststoffarmband geliefert, das relativ leicht gegen andere handelsübliche 22-Millimeter-Armbänder ausgetauscht werden kann.
Da wird den Sponsoren auf die Schulter geklopft: Ein Aufdruck auf der Rückseite weist darauf hin, dass man zu jenen gehört, die das Projekt via Kickstarter unterstützt haben.
Für die neue Smartwatch hat Pebble eine eigene App entwickelt, die nur mit dem neuen Modell funktioniert. Sie ist für iOS und Android erhältlich.
Paarungsritual: Pebble Time und Smartphone kommunizieren miteinander per Bluetooth. Der Kopplungsvorgang klappte im Test problemlos an verschiedenen Handys.
Nach erfolgreicher Kopplung ließ sich die App allerdings nicht sofort benutzen. Zuerst musste ein Software-Update auf die Uhr kopiert werden.
Herausragendes Merkmal der App zur Pebble Time ist der integrierte Onlineshop, über den man sich Apps und Ziffernblätter besorgen kann.
Anders als beispielsweise bei der Apple Watch können Pebble-Apps unabhängig vom Smartphone auf der Smartwatch laufen. Zugleich gibt es sogenannte Begleit-Apps, die nur in Kombination mit einer Smartphone-App funktionieren.
Hunderte Ziffernblätter stehen zur Wahl, können teilweise noch konfiguriert werden.
In der App auf dem Smartphone werden für manche Apps auch Einstellungen vorgenommen. Außerdem lässt sich hier festlegen, in welcher Reihenfolge die Apps auf der Uhr angezeigt werden sollen.
Über die Knöpfe an der rechten Seite des Gehäuses kann man virtuelle Zeitreisen unternehmen. Der obere Knopf zeigt vergangene Ereignisse an,...
...ein Druck auf den unteren Knopf führt zuerst zu aktuellen Ereignisse und Wettermeldungen,...
....drückt man den Knopf erneut, gelangt man zu anstehenden Terminen der kommenden Tage.
Die Auswahl an Ziffernblättern ist gewaltig, wohl auch, weil es einfach zu nutzende Software-Werkzeuge gibt, mit denen man selbst Designs erstellen kann.
Es wundert nicht, dass viele Zifferblätter typische Nerd-Themen aufgreifen. So wie dieses im Star-Trek-Design.
Üppige grafische Qualitäten darf man nicht erwarten. Aufgrund der Limitierungen des E-Ink-Displays sind Benutzeroberflächen, wie hier die des Weckers, oft sehr schlicht gehalten.
Auch Spiele werden für die Pebble Time angeboten. Deren grafische Qualität erinnert an frühe Heimcomputer: Die oft geringe Geschwindigkeit erfordert den festen Willen, damit spielen zu wollen.
Sogar Karten-Apps sind für die Pebble Time erhältlich und machen deutlich, welche Einschränkungen die Farb-E-Ink-Technik mit sich bringt.
Selbst wenn man die Karten stark vergrößert, sind sie kaum brauchbar. Straßennamen und Symbole werden so winzig dargestellt, dass man Mühe hat, sie zu erkennen.
Die Pebble Time bietet grundlegende Fitnessfunktionen, etwa durch den eingebauten Schrittzähler. Apps wie die von Misfit werten diese Daten aus und machen sie nutzbar.
Das Einstellungsmenü ist sehr übersichtlich und leicht bedienbar.
Einer der Nachteile des kleinen, vergleichsweise grob auflösenden Bildschirms: Es ist mühselig, darauf E-Mails zu lesen. Selbst Absenderadressen und Betreffzeilen werden stark gekürzt.
Die versprochenen "bis zu sieben Tage" Akkulaufzeit schaffte unser Testgerät nicht. Nach drei bis vier Tagen verlangte die Uhr nach neuer Energie.