Peer Steinbrück gibt Bundestagsmandat ab - DER SPIEGEL
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Ex-Finanzminister Steinbrück Schnupftabak und Mittelfinger

Er war Ministerpräsident, Finanzminister, Kanzlerkandidat, Bundestagsabgeordneter. Nach sieben Jahren als Parlamentarier in Berlin gibt Peer Steinbrück sein Mandat ab. Die Bilder seiner Karriere.
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Seit 2009 war Peer Steinbrück Mitglied des Bundestags. Jetzt zieht sich der 69-Jährige zurück.

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Steinbrück war zunächst Staatssekretär und Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, ehe er die Führung des Wirtschafts- und schließlich des Finanzressorts in Nordrhein-Westfalen übernahm. Am 6. November 2002 wurde Steinbrück in Düsseldorf zum Ministerpräsidenten gewählt. Das Bild (aufgenommen 2003) zeigt ihn neben Franz Müntefering, dem damaligen SPD-Fraktionschef im Bundestag.

Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb
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Drei Jahre lang war Steinbrück Regierungschef in Nordrhein-Westfalen. Das ging auch nicht ohne die regionaltypischen Ortsbesuche: Eine Prise Schnupftabak auf einer Grubenfahrt im Hamm - so wurde Steinbrück im Dezember 2002 abgelichtet.

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Allerdings musste Steinbrück bei der folgenden Landtagswahl eine krachende Niederlage einstecken - passend zum allgemeinen Abwärtstrend der Sozialdemokraten. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder, hier neben Steinbrück, wurde wenig später abgewählt.

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Nächste Station: Bundesfinanzminister in der Großen Koalition. Auf Steinbrück wartete in der Folge eine Mammutaufgabe. Er musste die Republik durch die Wirtschafts- und Finanzkrise steuern. Die Aufnahme mit Kanzlerin Angela Merkel entstand im Oktober 2008. Damals ging es um einen Rettungsplan für die Bankenholding Hypo Real Estate.

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Hefegebäck im Wahlkampf. Die SPD hatte sich frühzeitig auf einen Kanzlerkandidaten für die Entscheidung 2013 festgelegt. Steinbrück, seit 2009 mit seiner Partei wieder in der Opposition, sollte es richten.

Foto: Hannibal Hanschke/ dpa
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Doch der Wahlkampf lief alles andere als glücklich für Steinbrück. Ursprünglich mit guten Umfragewerten gestartet, geriet der Politiker in einer Debatte um überzogene Honorarzahlungen für Reden und Auftritte unter Druck.

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Seine Reaktion ist legendär: Rund eine Woche vor der Bundestagswahl zierte er die Titelseite des "Süddeutsche Zeitung Magazins" - mit ausgestrecktem Mittelfinger

Foto: DPA/ Alfred Steffen/ SZ-Magazin
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Ein besonderes Duell: Die Fernsehrunde kurz vor der Bundestagswahl sorgte auch deshalb für Aufregung, weil Stefan Raab, eigentlich für seine TV-Blödeleien berühmt, einer der Moderatoren war.

Foto: AP/dpa
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Die Niederlage: Die SPD konnte sich zwar gegenüber 2009 leicht verbessern, doch mit 25,7 Prozent blieb sie weit von früheren Ergebnissen entfernt. Der Abstand zur Union vergrößerte sich. Am Ende stand erneut eine Große Koalition, Steinbrück dagegen kündigte seinen Rückzug aus der Spitze der SPD an. Sein Bundestagsmandat behielt er aber zunächst.

Foto: Wolfgang Kumm/ dpa
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Mit Helmut Schmidt pflegte Steinbrück ein enges Verhältnis. Hier sind die beiden 2010 im Hamburger Büro des Altkanzlers zu sehen. Nach Schmidts Tod initiierte Steinbrück mit anderen Politikerin die "Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung.

Foto: dbate.de
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Steinbrück Ende 2015 beim Staatsakt für den verstorbenen Schmidt im Hamburger Michel. Nach seinem Rückzug aus dem Bundestag, so ist zu vermuten, will Steinbrück einen Platz im Kuratorium der Stiftung einnehmen.

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa
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