Peinliche Prognosen Sag niemals nie
Irrtum 1: "Das Fernsehen wird sich nicht halten, weil die Leute es bald müde sein werden, jeden Abend eine Sperrholzkiste anzustarren."
Daryl Zanuck, Filmproduzent der 20th Century Fox im Jahr 1946.
Irrtum 2: "Im Juni wird er verschwunden sein."
Die US-Zeitschrift "Variety" im Frühjahr 1955 über den Rock 'n' Roll.
Irrtum 3: "Wir werden euch begraben."
Der sowjetische Partei- und Regierungschef Nikita Chruschtschow über das Wettrennen zwischen Kommunismus und Kapitalismus im November 1956.
Im Bild: Diamantbesetzte Wodka-Gefäße auf einer Luxus-Show in Moskau.
Irrtum 4: "Die Börse hat augenscheinlich ein permanentes, hohes Plateau erreicht."
Ökonomie-Professor Irving Fisher von der amerikanischen Yale University im Jahr 1929.
Das Bild zeigt Arbeitslose auf der Flucht vor einer Dürre in Oklahoma während der "Großen Depression" in den Jahren 1929 bis 1941.
Irrtum 5: "Es wird Jahre dauern - und nicht in meiner Zeit stattfinden - bevor eine Frau Premierministerin wird."
(Margaret Thatcher, britische Premierministerin von 1979 bis 1990, im Jahr 1974.)
Irrtum 6: "Ihr werdet wieder zu Hause sein, ehe noch das Laub von den Bäumen fällt."
Der deutsche Kaiser Wilhelm II. bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs im August 1914.
Irrtum 7: "Wir stehen an der Schwelle zur Raketen-Post."
Der amerikanische Postminister Arthur Summerfield im Jahr 1959.
Irrtum 8: "Dies ist das zweite Mal in unserer Geschichte, dass ein britischer Premierminister aus Deutschland zurückgekehrt ist und ehrenhaften Frieden gebracht hat. Ich glaube, es ist Frieden für unsere Zeit."
Der britische Premierminister Neville Chamberlain nach seiner Rückkehr von der Unterzeichnung des Münchner Abkommens am 30. September 1938.
Mit dem Vertrag wurde Nazi-Deutschland freie Hand bei der Zerschlagung und Annektierung der Tschechoslowakei gegeben. Es gilt als Höhepunkt der Appeasement-Politik gegenüber dem "Dritten Reich" und als entscheidender Meilenstein auf dem Weg in den Zweiten Weltkrieg.
Irrtum 9: "Vernünftige und verantwortungsbewusste Frauen wollen gar nicht wählen."
Der ehemalige US-Präsident Grover Cleveland (1885-89 und 1893-1897) im Jahr 1905.
Irrtum 10: "Es wird noch 50 Jahre dauern, bis der Mensch fliegt."
Wilbur Wright im Jahr 1901 - zwei Jahre vor dem ersten erfolgreichen Motorflug der Gebrüder Wilbur und Orville Wright 1903.
Das Bild zeigt Passagiere bei einem Luxusflug von London nach Paris im Jahr 1929.
Irrtum 11: "Flugzeuge sind interessantes Spielzeug, aber ohne militärischen Wert."
Der französische Marschall Ferdinand Foch von der École Supérieure de Guerre im Jahr 1904.
Irrtum 12: "Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer bei sich zu Hause haben wollen würde."
Ken Olson, Gründer und Chef des Großcomputer-Herstellers Digital Equipment Corporation (DEC) im Jahr 1977 über die Chancen des PC.
Irrtum 13: "Wer zum Teufel will Schauspieler reden hören?"
H. M. Warner, Mitbegründer der Filmgesellschaft Warner Bros., im Jahr 1927.
Irrtum 14: "Die Amerikaner haben Bedarf für das Telefon, wir haben es nicht. Wir haben reichlich Laufburschen."
Sir William Preece, Chefingenieur der Britischen Post, im Jahr 1876.
Irrtum 15: "Der potenzielle Weltmarkt für Kopiergeräte beträgt höchstens 5000."
Absage von IBM an die späteren Gründer von Xerox.
IBM-Berater Arthur D. Little kam zu dieser Einschätzung, - bei der genauen Zahl gibt es allerdings auch abweichende Angaben.
Irrtum 16: "Ich muss gestehen, dass meine Vorstellungskraft sich weigert, irgendeine Art von Unterseeboot irgendetwas anderes tun zu sehen als seine Besatzung und seinen Besitzer im Meer zu ersticken."
Herbert G. Wells in seinem Buch "Anticipations of the Reaction of Mechanical and Scientific Progress upon Human Life and Thought", erschienen 1902.
Irrtum 17: "Die Vorstellung, dass die Kavallerie von diesen Eisenkutschen ersetzt wird, ist absurd. Das ist fast schon Verrat."
Ein persönlicher Adjutant des britischen Feldmarschalls Douglas Haig bei einer Panzervorführung während des Ersten Weltkriegs.
Irrtum 18: "Was, mein Herr - Sie würden ein Schiff gegen den Wind segeln, indem Sie ein Feuer unter seinem Deck entzünden? Ich bitte Sie, mich zu entschuldigen. Ich habe nicht die Zeit, mir solchen Unsinn anzuhören."
Mit diesen Worten soll Napoleon Bonaparte auf die Nachricht von Robert Fultons Dampfschiff reagiert haben. Ob diese Worte wirklich gefallen sind, ist nicht zu ermitteln.
Irrtum 19: "Eine kurzlebige satirische Schundzeitschrift."
Das US-Magazin "Time" im Jahr 1956 über die neue Satire-Zeitschrift "Mad".