Peking Motor Show - DER SPIEGEL
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Peking Motor Show Die wollen groß rauskommen

Die Chinesen lieben lange Limousinen, große Geländewagen und viel Protz. Auf der Peking Motor Show bedienen Hersteller aus aller Welt die Wünsche des wichtigsten Pkw-Marktes der Welt - auch die deutschen.
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In China ist der VW Lavida eine in jeder Hinsicht große Nummer - das Stufenheck ist die meistverkaufte Limousine im Land. Für die neue Generation verspricht VW große Fortschritte bei Assistenz, Effizienz und Raumangebot und führt das vor allem auf den Modularen Querbaukasten zurück, den nun auch dem chinesischen Bestseller als Basis dienst.

Foto: Tom Grünweg
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Der Name klingt spektakulär und wenig bescheiden. Doch das erste Auto, mit dem die neugegründete Marke Weltmeister durchstarten will, ist dann doch vergleichsweise gewöhnlich. Der EX5 ist ein SUV wie so viele andere auch - nur dass er wie alle kommenden Autos der neuen Marke ausschließlich mit Elektroantrieb angeboten werden soll.

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Der X des Geländewagenherstellers Wey vereint vom Heck des Ssangyong Rodius bis zu den Flügeltüren des McLaren 570 ziemlich viele Schauerlichkeiten aus anderen Serienmodellen. Das einzig Sozialverträgliche an dem Wagen ist sein Elektroantrieb. Nur gut, dass die Studie so wohl nie in Serie geht. Sonst wird es nichts mit dem Vorhaben der Chinesen, bald zum vornehmsten Geländewagenhersteller der Welt aufzusteigen.

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Auch Skoda setzt jetzt voll auf den SUV-Trend. Während es in Europa mit Karoq und Kodaiq zwei Modelle dieses Fahrzeugtyps gibt, bekommen die Chinesen jetzt noch ein drittes Modell: den Skoda Kamiq. Der 4,39 Meter lange Geländegänger mit einem 1,5 Liter großen Benziner fügt sich zwar bei Design und Technik nahtlos in die Modellpalette ein, ist aber trotzdem etwas Besonderes. Denn zum ersten Mal bauen die Tschechen ein Auto, das es ausschließlich in China geben wird.

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Auf dem größten Elektromarkt der Welt darf Tesla natürlich nicht fehlen. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei das Model3, das es vorerst nur als Einzelstück nach China geschafft hat.

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Der chinesische Nobody Venucia versucht sein Glück mit einer protzigen SUV-Studie, die bald sechs Meter lang ist und von so ziemlich jedem erfolgreichen Luxus-Geländewagen ein paar Details übernimmt. So sieht der Grill aus wie eine Mischung aus Lincoln und Jaguar, die Flanke erinnert an den Range Rover und die Leuchte am Heck stammt vom Porsche Cayenne. Was der Wagen kann? Ob er kommt? Was er kostet? Das Standpersonal sprach nur Chinesisch.

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Seit vier Jahren baut Daimler zusammen mit BYD den rein elektrischen Denza. Kurz bevor Mercedes mit dem EQ C auch unter dem eigenen Namen so richtig ins Akku-Zeitalter durchstarten will, wird das Kooperationsmodell noch einmal überarbeitet. Zu den Neuerungen zählen veränderte Scheinwerfer, ein größerer Touchscreen und vor allem eine höhere Akku-Kapazität: 70 kWh genügen dem 200 kW starken E-Motor für 451 Kilometer und maximal 150 km/h. Wenn man das richtig rundet, erklärt sich auch der Name: Denza 500.

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Europa bekommt ihn nur als Fünftürer und als Kombi. Doch weil sich für diese Karosserievarianten in vielen Teilen der Welt niemand interessiert, gibt es den neuen Ford Focus auch mit Stufenheck. Da China der größte Limousinenmarkt der Welt ist, feiern die Amerikaner die Premiere des Viertürers in Peking.

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Der Maybach Exelero ist zurück - beinahe zumindest. Denn im Geist des futuristischen Luxuscoupés aus Stuttgart hat die chinesische Luxusmarke Hongqi diese fragwürdige Schönheit auf die Räder gestellt. Knapp sechs Meter lang und wie alle Hongqi mit der stilisierten Roten Fahne auf dem Grill und Haube, lässt diese Studie selbst Autos wie den Rolls-Royce Wraith schüchtern und schmalbrüstig aussehen. Zu den technischen Daten und zur Art des Antriebs gibt es allerdings keine Angaben.

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Die siebte Generation des bislang nur außerhalb Europas angebotenen Lexus ES soll nun ab Frühjahr 2019 auch in Deutschland den GS beerben. Den Wagen gibt es nur mit Frontantrieb und Hybrid. Die Systemleistung von E-Motor und 2,5-Liter-Benziner liegt bei 218 PS, der Verbrauch bei 4,7 Litern.

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Mercedes zeigt als Antwort auf Bentley Bentayga und Rolls-Royce Cullinan jetzt die Studie Vision Mercedes-Maybach Ultimate Luxury. Dafür kombinierten die Schwaben zum ersten Mal einen Geländewagen und eine Limousine. Innen ist der passend zum Geist der Zeit natürlich elektrisch angetriebene 5,26-Meter-Wagen nicht minder modern, aber deutlich konventioneller gestaltet. Abgesehen vom innovativen Bedienkonzept wirkt er wie eine aufgebockte Luxusversion der aktuellen S-Klasse.

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Die Designer von Oshan träumen von einer rollenden Raumkapsel, in der man sich zu Zeiten des autonomen Fahrens gepflegt verkriechen und das Reisen wieder genießen kann.

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General Patton ist ein Stammgast auf den China-Messen, der die Gäste immer wieder mit Panzerwagen schockt. Darunter stecken in der Regel amerikanische SUVs etwa von Chevrolet. Bei den Fahrzeugen geht es nur um Show und Schein. Nicht einmal gepanzerte Scheiben bietet der Hersteller an.

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Das ganz große Thema auf der Motorshow ist der Elektroantrieb. Doch auch den zweiten großen Trend der PS-Branche lassen die Chinesen nicht unbesetzt - fast überall stehen Autos mit Radar- und Lasersensoren und stellen baldige Autonomie beim Autofahren in Aussicht. Nicht alle sind jedoch so auffällig wie dieser Kleinwagen der BAIC-Gruppe.

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Audi bietet in China Limousinen vom A3 bis zum A8 in einer Langversion an. Doch jetzt haben die Bayern zum ersten Mal auch einen SUV auf die Streckbank gestellt. Als Q5L hat der Geländegänger immerhin elf Zentimeter mehr Radstand, die allein den Hinterbänklern zugutekommen.

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Nachdem eigenständige i-Modelle den Weg bereitet haben, erobert die Elektrotechnik jetzt bei BMW auch die Kernmarke. Als Vorboten ihres ersten konventionellen Elektroautos zeigen die Bayern in Peking das iX3 Concept, das noch in diesem Jahrzehnt in Serie gehen soll. Der Geländewagen mit dem eigenwilligen i-Mobility-Grill wird als erster BMW für die Welt in China gefertigt. Ausgestattet ist der iX3 mit 272 PS, Allradantrieb und einem 70 kWh-Akku, der für eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern sorgen soll.

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Kurz vor dem Generationswechsel des Zweiers legt die M GmbH noch einmal nach und schickt den BMW M2 Competition ins Rennen. Für den Schlussspurt bekommt der ab Herbst lieferbare Zweitürer nicht nur ein schärferes Design mit aggressiverer Front, sondern vor allem einen noch stärkeren Motor. So leistet der drei Liter große Turbo-Sechszylinder nun 410 PS und geht mit maximal 550 Nm zu Werke. Das verkürzt den Sprintwert im besten Fall auf 4,2 Sekunden und macht die 250 Sachen zur reinen Formalität. Wer will, bekommt deshalb auch eine Anhebung der Abriegelung auf 280 km/h.

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Die neue A-Klasse ist noch gar nicht im Handel, da zeigt Mercedes schon die nächste Variante. Eine A-Klasse-Limousine soll gegen Audi A3 und Zweier BMW antreten. Wie es sich für ein Stufenheck in China gehört, gibt es allerdings für Fernost einen um sechs Zentimeter verlängerten Radstand, entsprechend mehr Kniefreiheit im Fond und einen Buchstaben mehr auf dem Heckdeckel. So wird der 4,61 Meter lange Kompakte zur A-Klasse L Limousine. Innen übernimmt der Fünfsitzer das neue Infotainmentsystem MBUX. Unter der Haube steckt der 1,3 Liter große Vierzylinder mit Zylinderabschaltung, der in China mit 136 PS oder 163 PS angeboten wird. Später folgt ein 2,0-Liter Aggregat mit 190 PS. Parallel zum Start in China kommt die Limousine im Herbst auch bei uns in den Handel (in kürzerer Form), wo sie den CLA nicht ersetzen, sondern nur ergänzen soll.

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