Unberührter Regenwald im Amazonasbecken Vom Aussterben bedroht
Der Alto Río Madre de Dios kommt aus den Anden und fließt in einem schotterreichen, weitverzweigten Flussbett durch den Regenwald des Manù-Nationalparks im westlichen Amazonasbecken Perus.
Mit einem langen Motorboot folgen Michael Martin und Jörg Reuther dem Fluß in das Innere des Manù-Nationalparks, der für seine Artenvielfalt berühmt ist.
Im letzten Licht erreicht das Team eine einfache Unterkunft am Río Madre de Dios, bezieht Quartier und macht sich dann auf zu einer Nachtwanderung durch den Regenwald.
Michael Martin und Jörg Reuther haben das Boot an einer Sandbank anlanden lassen, um von dort aus ihre Drohe 500 Meter hoch aufsteigen zu lassen.
Der Manù durchfließt in gleichmäßigen Schleifen weitgehend unberührten Regenwald im westlichen Amazonasbecken.
Michael Martin fotografiert die Morgenstimmung auf dem Lake Salvador von einem handbetriebenen Katamaran aus.
Im ersten Licht fliegt ein Kolibri eine Blüte an, um Nektar zu saugen. Der sogenannte Schwirrflug mit 40 bis 50 Flügelschlägen pro Sekunde erlaubt dem Kolibri, in der Luft zu stehen oder rückwärts zu fliegen.
Im Lake Salvador leben zahlreiche Schwarze Kaimane, die bis zu sechs Meter lang werden können und neben Fischen und Echsen auch Säugetiere zu ihrer Beute zählen.
Nach dem morgendlichen Fotografieren sitzt Michael Martin im Camp an seinem Laptop, um Bilder zu sichten und auszuwählen.
Der peruanische Guide Jose erweist sich als große Hilfe beim Auffinden von Tieren. Neben seinem Fernglas fährt er immer Notfallausrüstung für Schlangenbisse, einen Laserpointer und einen Lautsprecher mit, um Vogelstimmen abzuspielen.
Michael Martin steht vor einem 40 Meter hohen Kapokbaum, dessen Stammdurchmesser bis zu drei Meter betragen kann.
Die Aras bilden eine Familie innerhalb der Gattung der Papageien. Sie warten hier in den Bäumen auf einen sicheren Moment, eine nahe Lehmwand anzufliegen.
In den Lehmwänden sind die Aras hauptsächlich von Greifvögeln bedroht. Hier schnappte ein Ozelot einen der Vögel, als er von oben aus dem Gebüsch in die Lehmwand sprang.
Bevor Michael Martin und Jörg Reuther wieder zum Ausgangspunkt Atalaya zurückkehren, spannt sich noch einmal ein Regenbogen über den Regenwald am Río Alto Madre de Dios.