Pervez Musharraf Rücktritt eines Machtmenschen
Militärputsch: Am 12. Oktober 1999 greift Pervez Musharraf nach der Macht in Pakistan. Soldaten stürmen das staatliche Fernsehen
Erst Armeegeneralstabschef mit Präsidentenvollmachten, dann offizielles Staatsoberhaupt: Im Juni 2001 legt Musharraf den Eid ab - und bleibt Heereschef
Präsident in Uniform: Kurz nach den Anschlägen vom 11. Septmeber 2001 stellt sich Musharraf in einer TV-Ansprache im Kampf gegen den Terror an die Seite der USA
Wenig später besucht der damalige US-Außenminister Colin Powell Musharraf in Islamabad
Umstrittene Volksabstimmung: Im April 2002 sichert sich Musharraf seinen Verbleib im Präsidentenamt für fünf weitere Jahre
Anschlag auf den Präsidenten: Im Dezember 2003 explodiert in Rawalpindi eine Bombe, kurz nachdem der Wagen Musharrafs vorbeigefahren ist. der Staatschef überlebt binnen weniger Tage noch zwei Selbstmordanschläge auf derselben Straße
Unter Druck: Im November 2007 erfüllt Musharraf eine zentrale Forderung der Opposition und tritt als Befehlshaber der Streitkräfte zurück. Sein Nachfolger wird General Ashfaq Parvez Kayani
Rückkehr der populären Gegnerin: Im Oktober kommt Benazir Bhutto zurück aus dem Exil. Die Ermordung Bhuttos im Dezember treibt das Land an den Rand eines Bürgerkriegs und die Opposition im Februar 2008 an die Regierung
Amtsenthebung: Asif Ali Zardari, Chef der Regierungspartei, und Premierminister Nawaz Sharif kündigen an, Musharraf absetzen zu wollen
Rücktritt: Am 18. August 2008 erklärt Pervez Musharraf in einer TV-Ansprache, dass er sich als Staatschef zurückzieht
Jubelnde Musharraf-Kritiker (in Peshawar): Süßigkeiten zur Feier des Rücktritts