Nobelpreisträger Peter Handke Am besten, wenn er nicht auf den ganz großen Wurf aus ist
Peter Handke ist der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2019.
Dies verkündete der ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, Mats Malm, am Donnerstagmittag in Stockholm.
Peter Handke wurde Mitte der Sechzigerjahre schlagartig bekannt; hier bei einer Lesung im Audimax der Wiener Universität.
Der junge Handke kam von Anfang mit viel Übermut in die deutschsprachige Literaturszene (hier ein Bild von 1973).
Mit Werken wie "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", "Ritt über den Bodensee", "Die Unvernünftigen sterben aus" oder "Der kurze Brief zum langen Abschied" sicherte sich Handke in den Siebzigerjahren einen Platz unter den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation.
Eine von zahlreichen Auszeichnungen für sein Werk: 1976 erhielt Handke den Franz-Kafka-Preis.
Handke war auch als Übersetzer tätig, so machte er den US-Autor Walker Percy in Deutschland bekannt.
Als Ehrendoktor an der Universität Salzburg: Peter Handke ist als Autor stets auf der Suche nach der "wahren Empfindung".
In den Neunzigerjahren schlug Handke scharfe Kritik entgegen - wegen seiner Parteinahme für die serbische Seite im Balkan-Konflikt.
Seit dem Sommer 1990 lebt Peter Handke südwestlich von Paris, in Chaville - gelegentlich kommen Journalisten zu Besuch.
Handkes Wanderschuhe im Literaturmuseum Wien - er hat sich den Nobelpreis auch erwandert.
Peter Handke 2012 bei einem Interview. Er sei für das Offene, sagte er einmal. Für den Versuch zumindest, offen und urteilsfrei zu schreiben.