Peter Madsen kommt vor Gericht - DER SPIEGEL
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Fall Peter Madsen Die Todesfahrt der "Nautilus"

Auf seinem U-Boot soll Peter Madsen die Journalistin Kim Wall gefoltert und ermordet haben. Der dänische Tüftler kommt nun vor Gericht. Warum musste die Schwedin an Bord der "Nautilus" sterben?
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Peter Madsen wie er sich gerne sah - als Tüftler und Underdog, der mit selbst gebauten Raketen ins All fliegen wollte und mit selbst gebauten U-Booten im Meer abtauchte.

Foto: Scanpix Denmark/Ida Marie Odgaard/via REUTERS
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Der 47-jährige Erfinder, aufgewachsen in einem Dorf im Nordwesten der dänischen Insel Seeland, soll auf einer Fahrt mit seinem U-Boot "Nautilus" die schwedische Journalistin Kim Wall brutal missbraucht, getötet und zerteilt haben.

Foto: AP / Niels Hougaard / Ritzau
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Wall und Madsen stechen in Kopenhagen gemeinsam in See: Der Lebensgefährte der Journalistin und Bekannte hatten den beiden zum Abschied noch zugewinkt. Wall, die unter anderem für den "Guardian" arbeitete, wohnte laut TV2 erst seit ein paar Monaten mit ihrem dänischen Partner auf der Kopenhagener Halbinsel Refshaleøen - in unmittelbarer Nähe zu Peter Madsen.

Foto: VALDSTED/ EPA/ REX/ Shutterstock
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Erst behauptete Madsen, er habe Wall an Land abgesetzt, später gab er zu, dass sie an Bord gestorben sei. Zur Todesfahrt der "Nautilus" tischte er den Ermittlern immer wieder neue Versionen auf. Bis heute spricht er von einem Unfall.

Foto: STRINGER/ REUTERS
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Madsen an Bord der "Nautilus": Laut Anklage traktierte er Wall mit "mitgebrachten Messern und spitz zulaufenden Schraubenziehern". Walls Leichenteile versenkte er demnach im Øresund, ehe er die "Nautilus" auf den Grund der Køge-Bucht setzte.

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Zunächst musste Chefermittler Jens Møller Jensen über Madsen konstatieren: "Wir werfen ihm das ultimative Verbrechen vor, ohne eine Leiche zu haben." Die Polizei suchte mehr als hundert Tage lang mit Hunden und Tauchern nach Walls Leichenteilen.

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Madsen hatte wohl gewollt, dass die sterblichen Überreste nie gefunden werden. Er packte die einzelnen Leichenteile in Plastiktüten und beschwerte sie mit Metallstücken. Das Wrack der "Nautilus" konnten die Ermittler bergen.

Foto: Jens Dresling/ dpa
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