Peter Ramsauer "Schwarzer Peter" mit Ambitionen
CSU-Spitzenkandidat Peter Ramsauer zieht 1990 erstmals in den Bundestag ein. Als direkt gewählter Abgeordneter von Traunstein-Berchtesgadener Land legt er Wert auf die rein subjektive Feststellung, aus dem schönsten Wahlkreis Deutschlands zu stammen. Ramsauer beschäftigt sich sowohl mit Arbeits- und Sozial- als auch mit Wirtschaftspolitik.
Ramsauer sagt von sich selbst: "Ich kenne beide Seiten, bin kein linker oder rechter Flügel." Im Jahr 1998 übernimmt er das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers der CSU-Landesgruppe.
Der 1954 geborene Ramsauer ist Müllermeister und hat in Betriebswirtschaft promoviert.
Schon als 15-Jähriger gründet Ramsauer an seiner Schule die Gruppe "Schwarzer Peter", 1973 tritt er in die CSU ein. Ein Weg, der ihn schließlich an die Seite von Angela Merkel führt. Hier tauscht er im Jahr 2001 Mobilnummern mit der damaligen CDU/CSU-Fraktionschefin aus.
Nach Bildung der Großen Koalition beerbt er 2005 Michael Glos im Amt des CSU-Landesgruppenchefs, in dieser Funktion trifft er 2006 bei der traditionellen Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Wildbad Kreuth auf den damaligen Ministerpräsidenten Bayerns, Edmund Stoiber. Wie Glos beherrscht auch Ramsauer die Kunst der politischen Kraftsprüche und gilt im Bundestag als ambitionierter Zwischenrufen.
Ramsauer an der Seite des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer am Abend der Bundestagswahl 2009. In der schwarz-gelben Regierung sitzt er am Kabinettstisch in Berlin - als Verkehrsminister.