Phänomen Schumacher König kompromisslos
Sieg im Regen: Schumachers erstes Jahr im Ferrari 1996 war ein Desaster. Der von John Barnard konstruierte Wagen fiel regelmäßig wegen technischer Defekte aus, die "Bild"-Zeitung brachte das Dilemma mit der Titelzeile "Raus aus der roten Gurke" auf den Punkt. Was für einen Unterschied der Fahrer machen kann, zeigte Schumacher dann im Juni 1996 beim Grand Prix von Spanien in Barcelona: Im strömenden Regen fuhr er der Konkurrenz mit seinem hoffnungslos unterlegen Auto davon - und erzielte einen viel umjubelten ersten Sieg für Ferrari in jener Saison.
Unfreiwilliger Stop: Trotz aller Perfektion war Michael Schumacher auch für Rempler gegen Konkurrenten bekannt. Beim Rennen im belgischen Spa-Francorchamps 1998 war der Feindkontakt mit David Coulthard jedoch nicht beabsichtigt - bei einem Überholmanöver rasiert sich Michael Schumacher die vordere Radaufhängung ab. Für ihn war das Rennen gelaufen.
Feuer und Flamme: Ein Tropfen Benzin auf dem Auspuff der Ferrari von Michael Schumacher sorgte 2003 für ein unfreiwilliges Feuerwerk beim Boxenstop.
Das Debut: Zu seinem ersten Grand-Prix-Einsatz im Jordan-Ford kam Michael Schumacher, weil Jordan-Stammfahrer Bertrand Garchot verhaftet worden war. Beim großen Preis von Belgien in Spa Francorchamps 1991 schied Schumacher zwar wegen eines technischen Defektes bereits nach 500 Metern aus, hatte aber in der ersten Kurve noch zwei Konkurrenten überholt und war im Qualifying sensationell auf einen siebten Platz gefahren.
Berühmter Besuch: Im VIP-Bereich der Rennstrecke von Monza unterhält sich Michael Schumacher 1992 mit Schauspielerin Brigitte Nielsen.
Blau-Gelb statt Ferrari-Rot: Michael Schumacher in seinem Bennetton-Ford beim Grand Prix von Imola 1993. Ein Jahr später verunglückte auf der italienischen Rennstrecke der brasilianische Formel-1-Pilot Ayrton Senna tödlich. Senna lag in Führung und Schumacher jagte die F-1-Legende, als dessen Wagen von der Piste abkam und in die Streckenbegrenzung einschlug.
Held in Rot: Die Menge jubelt, als Michael Schumacher beim Grand Prix von Spanien 1996 an der Tribüne vorbeibraust. Schumacher hatte der von Misserfolg gebeutelten Scuderia mit einer beispiellosen fahrerischen Leistung den ersten Formel-1-Sieg seit Jahren ermöglicht.
Gerührter Weltmeister: Als Michael Schumacher 2002 seinen fünften Formel-1-Weltmeistertitel in Frankreich einfuhr, konnte er sich ein paar Tränen nicht verkneifen.
Schumacher verhindert: 1999 hatte Schumacher zum ersten Mal seit seinem Einstieg bei Ferrari echte Chancen auf den Weltmeistertitel - dann versagten beim britischen Grand Prix in Silverstone die Bremsen an seinem Fahrzeug und er raste in einen Reifenstapel. Er erlitt einen Schien- und Wadenbeinbruch und musste für die nächsten Rennen aussetzen.
Das Glück ist ein glänzender Pokal: Der Formel-1-Teamchef von Ferrari, Jean Todt, und Michael Schumacher feiern den zweiten Saisonsieg des Rennfahrers 1996 auf dem Siegertreppchen im belgischen Spa-Francorchamps.
Der Eiskalte zeigt Emotionen: Am 10. September 2000, er hatte gerade das Grand-Prix-Rennen in Monza gewonnen, konnte die Welt einen der wenigen Blicke auf den Menschen Michael Schumacher erhaschen. Es war sein 41. Sieg, damit hatte er mit Ayrton Senna gleichgezogen. Als ihn ein Journalist auf der Pressekonferenz fragte, was ihm dieser Erfolg bedeute, rang Schumacher kurz um Fassung - dann brach der als kühl und arrogant verschriene Schumacher in Tränen aus.
Spaßvogel Schumacher: Michael Schumacher wurde oft vorgeworfen, er würde so wenig Menschlichkeit zeigen. Tatsächlich scherzte der Kerpener viel und freute sich fast schon clownesk über seine Siege - während man bei Fahrern wie Kimi Räikkönen oder Fernando Alonso auf dem Podium oft nicht weiß, ob sie nun gewonnen oder verloren haben.