Phantom der Fußballgeschichte - DER SPIEGEL
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Phantom der Fußballgeschichte Die Bomben-Mannschaft

Ihr Torverhältnis war 117:13. Mitten im Zweiten Weltkrieg klaubte ein fußballverrückter Flak-Oberst ein Team aus kickenden Luftwaffensoldaten zusammen. Zwischen Tod und Trümmern fegte die Wirbelwind-Elf alle deutschen Traditionsclubs vom Platz. Dann war ganz plötzlich Schluss.
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Hitlergruß nach dem Spiel: Nach dem Spiel des Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg (LSV) gegen den HSV um den Hamburger "Richter-Pokal" am 17. Juli 1943 bringen beide Mannschaften - wie seit 1933 vorgeschrieben - den "deutschen Gruß" aus. Der HSV hatte den LSV Hamburg im Hoheluftstadion mit 2:1 besiegt. Auf die Niederlage folgte die Katastrophe: Eine Woche nach dem Spiel gegen den HSV begann die "Operation Gomorrha", bei der alliierte Bomberverbände Hamburg verwüsteten. Alle abgebildeten Spieler überlebten, nur der bekannte Schiedsrichter Hans Trimpler kam im Stadtteil Rothenburgsort ums Leben.

Foto: Ralf Klee
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Fritz Laicher: Der Gründer des "Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg" (LSV), Oberst im Generalstab Fritz Laicher, hier mit dem Fachwart der Fußballabteilung Oberleutnant Psyk im Jahre 1943. Das Projekt LSV verschaffte dem Oberst 1944 Vizemeisterschaften im Fußball und Handball, dazu den Titel im Hockey.

Foto: Ralf Klee
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Deutsche Nationalelf 1942: Wahrscheinlich eine der ersten Farbaufnahmen der deutschen Nationalmannschaft. Das Foto entstand beim Fußball-Länderspiel zwischen Kroatien und Deutschland im Januar 1942 in Zagreb. Alle Nationalspieler, die im "Luftgau XI" dienten, ließ der Luftwaffen-Oberst Fritz Laicher im Herbst 1942 abkommandieren, um den von ihm initiierten Luftwaffen-Sportverein Groß-Hamburg zu einem unschlagbaren Team zu machen. Tatsächlich erreichte der LSV aus dem Nichts das Pokalfinale 1942 und wurde deutscher Vizemeister. Doc schon 1944, nach gerade einmal zwei Jahren, wurde die Elf - wie alle anderen Soldatenmannschaften auch - auf Befehl von oben aufgelöst.

Foto: Ralf Klee
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Erfolgreiches Debüt des LSV: Die Premiere des "Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg" (LSV) am 10. Dezember 1942. Der Verein besiegte die Spielgemeinschaft der Hamburger Ordnungspolizei mit 6:1.

Foto: Ralf Klee
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Hamburg gegen Pütnitz: Antreten im HSV-Stadion am Rothenbaum in Hamburg. Die Mannschaften des Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg (helle Trikots) und des amtierenden "Pommernmeisters" LSV Pütnitz vor dem Freundschaftsspiel. Die Hamburger siegten mit 5:2.

Foto: Ralf Klee
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Wo sind die Sportberichte?: LSV-Spieler bei der Lektüre des "Hamburger Anzeigers" im Jahre 1943

Foto: Ralf Klee
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Vereinspokal 1943: Ausscheidungsspiel im Vereinspokal am 30. Mai 1943 in Hamburg. LSV-Stürmer Heinz Mühle bei einer Hereingabe, Ernst Seikowski vom Hamburger Altmeister kommt einen Schritt zu spät. Am Ende siegte der Luftwaffensportverein Groß-Hamburg (LSV) mit 1:0.

Foto: Ralf Klee
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LSV gegen HSV: Der Luftwaffensportverein Groß-Hamburg (LSV) trat im lokalen "Richter-Pokal" am 17. Juli 1943 gegen den HSV an und verlor mit 1:2. Hier wartet die Mannschaft der Hamburger Flaksoldaten vor dem Auflaufen an der Holztribüne des Hoheluftstadions auf den Altmeister.

Foto: Ralf Klee
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Spielankündigung Anno 1943: Spielankündigungsplakat von einem Vereinspokalspiel 1943. Der Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg (LSV) besiegte Holstein Kiel mit 4:2 und kämpfte sich bis ins Finale vor.

Foto: Ralf Klee
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Umstrittener Sieg: Der Luftwaffen-Sportverein Hamburg vor dem Pokalfinale 1943 gegen den First Football Club Vienna. Die Hamburger verloren unter dubiosen Umständen mit 2:3 nach Verlängerung.

Foto: Ralf Klee
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Objekt der Begierde: Der 1935 eingeführte Vereinspokal - zu Zeiten des Nationalsozialismus nach dem "Reichssportführer" Hans von Tschammer und Osten als "Tschammerpokal" bezeichnet. Die versilberte Trophäe wurde bis 1964 verliehen.

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LSV-Trainer Höger mit Sohn: Der Trainer des Luftwaffensportvereins Groß-Hamburg, Karl Höger (l.), mit seinem Sohn, Towarttalent Karlheinz Höger

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Karlheinz Höger: Die Torwart-Legende Karlheinz Höger Ende 2007

Foto: Ralf Klee
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