Sonde "Philae" Alles klar zur Landung
Ausklinken des Landers "Philae": Am Mittwochmorgen um 9.35 Uhr soll das Mutterschiff "Rosetta" den Lander abwerfen.
Abstieg zum Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko: Der kühlschrankgroße Landeapparat muss 22 Kilometer zurücklegen, bis er hoffentlich festen Boden unter seine drei Beine bekommt.
Flugbahnen von "Rosetta" und "Philae": Vor dem Ausklinken des Landers ändert "Rosetta" seine Flugbahn. In 22 Kilometern Entfernung wird "Philae" abgeworfen und nähert sich dann dem Kometen. Selbst steuern kann der Lander nicht.
Größenvergleich: Der Komet "Tschuri" ist nur etwa vier Kilometer lang. Entsprechend gering ist seine Anziehungskraft, was die Landung erschwert.
Landegebiet Agilkia: Viel Sonne, wenige Steilhänge, wenige große Brocken - das waren die entscheidenden Kriterien bei der Wahl des Landeplatzes.
Moment des Aufsetzens: Mit Bohrern an den drei Beinen, Harpunen und einer Düse auf der Oberseite der Sonde wollen die Forscher erreichen, dass "Philae" sicher auf dem Kometen zum Stehen kommt.
Geschafft: Auf den Computergrafiken der Esa klappt die Landung problemlos - was am 12. November auf "Tschuri" geschieht, kann niemand sagen.
Mögliche Landestellen: Die Region J inzwischen auf den Namen Agilkia getauft, erlaubt nach Einschätzung der Forscher die sicherste Landung.
Unförmiger Trumm: Die Form des Kometen hat die Esa-Forscher überrascht. Und sie verkompliziert die Landung.
Blick in eine fremde Welt: Wird "Philae" das geplante Landegebiet treffen? Bleibt der Lander auf seinen drei Beinen stehen? Oder überschlägt er sich oder rutscht in eine dunkle Spalte?
Schroffes Relief: "Wir haben eine Lande-Ellipse mit einem Durchmesser von einem Kilometer, das heißt der Ort der Landung ist ungenau", sagt DLR-Experte Stephan Ulamec.
Schattenspiel: "Philae" soll mindestens eine Woche den Kometen "Tschuri" erforschen und fleißig Daten zur Erde funken.
Kometenoberfläche: "Das größte Risiko sehe ich in der Landung selbst", sagt Ulamec. Man wisse nicht, wie hart oder weich die Oberfläche des Kometen sei. Gewissheit darüber habe man erst nach der Landung.
Fremde Kometenwelt: Bei der Mission wollen die Wissenschaftler mehr erfahren über die Anfänge des Sonnensystems. Kometen sind fast so alt wie das Sonnensystem selbst. Sie bestehen aus Material, das vor 4,6 Milliarden Jahren entstanden ist.