Pic du Bugarach Angeblich magischer Berg
Jean-Pierre Delord: Nach Angaben des Bürgermeisters von Bugarach ist die 200-Seelen-Gemeinde zunehmend ein Anziehungspunkt für Esoteriker aller Art. "Wir sind hier wie im Zoo", so Delord im "Figaro".
Kirche, Friedhof, Rathaus, ein Biobauer, zwei Gasthäuser - auf den ersten Blick gleicht das französische Bugarach zahllosen anderen Pyrenäen-Dörfern.
Fünf Wochen vor der von Weltuntergangspropheten befürchteten Apokalypse hat die französische Gemeinde Bugarach angekündigt, ihren Hausberg rund um den 21. Dezember zu sperren. Das Dorf reagierte damit vorsorglich auf einen erwarteten Ansturm von Verschwörungstheoretikern und Endzeittouristen, die den Pic de Bugarach aufgrund einer Fehlinterpretation des Maya-Kalenders als Rettungshort deuten.
Bereits jetzt ist der Ort überlaufen, im gesamten Umkreis sind die Hotels belegt.
Schätzungen zufolge werden zu dem Termin im Dezember zwischen 20.000 und 100.000 Menschen in Bugarach erwartet.
Der sagenumwobene Berg entstand aus einer tektonischen Verwerfung. Seine Form mit einer von der Spitze leicht abfallenden, langen Bergkante mag die Phantasien zu einer Startbahn für Außerirdische angeregt haben.