Piktogramme Der Sportler-Strich von München
Parkschein: Überall finden sich die kleinen Mänchen wieder.
Zumindest während der Olympischen Spiele in München. Auf diesem Parkschein ist eine kleine Auswahl der weltberühmten Piktogramme abgebildet.
Eintrittskarte für die Olympischen Spiele: Beim Anblick dieser Karte bekommt man als Sportmuffel ein schlechtes Gewissen
Die Designzeitschrift "Novum" macht sich 1972 das Leitsystem von Aicher zum Thema. Das Logo der Olympischen Spiele wird zum Autobahnschild.
Die Autobahnbeschilderung an sich ist wohl das prominenteste Beispiel für Leitsysteme überhaupt. Novum ist eine der führenden Designzeitschriften weltweit. Alle Ausgaben seit 1924 werden von der Neuen Sammlung (Pinakothek der Moderne, München) archiviert und sind dort öffentlich einsehbar.
Waldi, das Maskottchen der Olympischen Spiele: Auf diesem Titel der Zeitschrift "form" ist das Maskottchen der Regenbogenspiele abgebildet. Die Farben wirken harmonisierend, der Dackel harmlos, aber sympathisch, die Haltung athlethisch.
Hippie-Sticker: Dieser Aufkleber wirkt wie ein Auschnitt aus einem Regenbogen. Die Farben entsprechen dem Farbsystem der Olympischen Spiele. Aicher war bemüht um ein harmonisches Image der Spiele.
München 1972: Auf diesem Plakat zu den Olympischen Spielen 1972 erkennt man alle Farben der Regenbogenspiele. Die einzelnen Farben bezeichneten verschiedene Bereiche: Blau signalisierte Sport, Grün Presse, Orange Technik und Silber stand Pate für das Protokoll.
Tablettauflage für Sportler 1972: Natürlich wurde auch das Kantinen-Zubehör optisch abgestimmt
Sondererlaubnis: Mit diesem Schein durften Wehrdienstopfer mit dem PKW auf das Olympia-Gelände fahren. Ein Sportler- Piktogramm ist auf dem Zettel nicht zu sehen.
Programm der olympischen Wassersport-Veranstaltungen: Auf dem Piktoramm im grünen Kasten sieht man den Steuermann, das ist auf dem Photo der Mann im Hintergrund. Im direkten Vergleich wirkt das Piktogramm schneller.
Der olympische Kofferanhänger: Ob die Koffer damit schneller liefen ist nicht überliefert, schick ist es allemal. Selbstverständlich ist auch das eine Arbeit von Otl Aicher.
Passierschein: Ohne diesen Schein ging nichts. Natürlich ist auch der Passierschein in den Farben der Olympischen Spiele gehalten. Auf dem weißen Streifen links erkennt man ein Original-Piktogramm von Otl Aicher. Offensichtlich besuchte der Besitzer eine Pferdesport-Veranstaltung.
Da flackert die Pupille: Psychodelische Wendeltreppe oder Techno-Schnecke? Das Logo der Olympischen Spiele strahlte verspielte Dynamik aus.
Dieser Entwurf ist allerdings nicht von Otl Aicher, sondern von Prof. Coordt von Mannstein. Gleichzeitig wurde das Zeichen 35 Jahre lang als Logo der Glücksspirale verwendet.
Zitat von Manfred von Richthofen: "Seit 1970 ist die Glücksspirale ein Glücksfall für den deutschen Sport. Eine wichtige Säule, ohne die das 'Gebäude' des organisierten Sports zusammenbrechen würde."
Buchstaben der Globalisierung: Ein Poster mit den wichtigsten Piktogrammen
Kuhtreiben als olympische Disziplin: Ein Buch über das Allgäu, illustriert von Otl Aicher
Der Fluch der Vereinfachung: Stark vereinfachte Bilder lassen sich auch mit einfachen Mitteln verändern. Ein Künstler hat mit schwarzen Klebestreifen einen Arm und eine Flasche ergänzt. Dieses Schild warnt vor betrunkenen Autofahrern. Deshalb steht es vor einer bekannten Hamburger Werbeagentur.
Das Braun-Logo: Aicher war beteiligt am Erscheinungsbild des Elektronik Herstellers 'Braun'
Ganz klar und international - Telefon: Das AIGA (American Institute of Graphic Arts) bietet derzeit 50 Zeichen zum kostenlosen Download und zur freien Nutzung an
Rolltreppe: Piktogramme nutzen den Raum und kümmern sich nicht um Proportionen. Die Rolltreppe ist genauso groß wie ein Telefon.
Expo 1967: Das Poster zur Weltausstellung in Montreal. Die stilisierte und geometrische Darstellung beeinflusste die Arbeit von Aicher.
Pete Doherty läuft die Treppe runter: Dieses Piktogramm ist offenbar in einer Zeit entstanden, als der Herrenhut noch zum guten Ton gehörte
Trinkwasser: Vereinfachung führt auch zu Missverständnissen: Der junge Mann übergibt sich nicht, er trinkt!
Lufthansa-Poster: Otl Aicher war auch beteiligt am visuellen Auftritt von Lufthansa
Die Piktogramme aus Mexiko: Bereits in Mexiko wurde versucht, den Farben einen ordnenden Sinn zuzuordnen: Die Rasensportarten sind grün hinterlegt, Wassersportarten blau.
Menschen verboten: Natürlich sind nicht die Menschen, sondern der Durchgang verboten. Dieses Schild hängt in einem U-Bahnhof in Hamburg.
Hinweisaufkleber an einer Rolltreppe: Zwei Personen sollten nicht mehr als drei Beine haben. Halbe Hunde sind erlaubt.
Peace and Harmony: Damit auf der Reeperbahn nicht so viel Krawall gemacht wird, hängt dort jetzt ein Schild. Im Vergleich zu Aichers Sportlern sind diese Waffendarstellungen sehr kompliziert.
Mexiko '68: Das Logo der Olympischen Spiele von 1968
Hubschrauber: Nicht mehr das neueste Modell, aber wir wissen, was mit diesem Bild gemeint ist
Ein Schiff: Es fällt auf, dass das Schiff nicht seitlich dargestellt ist wie der Hubschrauber.
Ein Kind würde niemals auf die Idee kommen, ein Schiff so zu zeichnen.
Kaderschmiede der Kreativität: Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill gründeten 1953 die Hochschule für Gestaltung in Ulm
Das Lufthansa-Logo auf einem Flugplan 1969
Schwarzmarkt-Piktogramm?: Schwarze Tickets bekommt man bei Frauen ohne Beine
Finden Sie den Unterschied: Original und Fälschung
Schere, Kamm, Frau: Nein, es handelt sich nicht um einen Friseur mit Damentoilette, sondern um einen Beautysalon
Polizist lässt sich von Pac-Man in den Arm beißen: Vorsicht Zollkontrolle!
Das Lufthansa-Logo: Der berühmteste Kranich. Der Vogel selbst ist nicht von Aicher. Der Grafiker hat jedoch sehr viel zum Erscheinungsbild des Unternehmens beigetragen.
Fliegende Untertasse: Eines der wichtigsten Piktogramme überhaupt