Pin-up-Kunst - DER SPIEGEL
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Pin-ups der Dreißiger Unschuldig und ungeschickt

Kess, kokett und knapp gekleidet: In den Dreißigerjahre eroberten gemalte Schönheiten die Titelseiten der Herrenmagazine an Amerikas Zeitungsständen. Manchmal schockten auch nackte Covergirls das prüde Publikum - dabei waren selbst die im Vergleich zu heute die pure Unschuld.
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"Hit the deck": Eine der wenigen Frauen, die Pin-ups malten, war Zoe Mozart. 1943 zeichnete sie dieses Missgeschick einer Matrosin. Vor allem bei Soldaten waren die Illustrationen der leicht bekleideten Mädchen in sexy Posen beliebt, daher waren die Motive oft angelehnt an Themen aus dem Arbeitsalltag der Soldaten.

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Anziehend: Ein Kalenderblatt vom November 1953 der amerikanischen Zeitschrift "Esquire" zeigt ein Mädchen beim Anziehen.

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Bettie Page: 1955 posierte das Pin-Up-Model Bettie Page vollkommen nackt bis auf eine Mütze für dieses weihnachtliche Foto, das in der Januar-Ausgabe des Playboy erschien.

Foto: Archive Photos / Getty Images
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Anruf für das Covergirl: Nach seinem Erfolg mit dem Magazin "Beauty Parade" brachte Robert Harrison 1942 die erste Ausgabe von "Eyeful" heraus. Zu Beginn waren die Mädchen auf den Titelblättern noch kunstvoll gemalt (wie hier von Peter Driben), in den frühen fünfziger Jahren ging er jedoch zu Fotografien über.

Foto: Picasa 3.0 / OHNE
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Soldatenbräute: Hunderte Pin-ups schmücken die Wände dieser Soldatenunterkunft auf Adak Island (Alaska) im März 1944 während des Zweiten Weltkriegs.

Foto: AP
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In den Nationalfarben: Eine Blondine in klassischer Pose auf einem Kalenderblatt aus den vierziger Jahren, gemalt von Alberto Vargas.

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Frischer Hummer: Eine Illustration des Künstlers Gil Elvgren von 1938. Das Foto ist beispielhaft für die typische Darstellung von Pin-up-Girls: Die Mädchen wurden gerne in neckischen und humorvollen Posen gezeigt.

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Pin-up-Ikone: Bettie Page wurde in den fünfziger Jahren vor allem durch ihre Akt- und Fetisch-Bilder bekannt. Das Markenzeichen einer der meistfotografierten Frauen der Fünfziger war der Prinz-Eisenherz-Pony.

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Pin-up-Reklame: Coca-Cola warb schon früh gern mit nur leicht bekleideten jungen Mädchen, wie auf diesem Bild von 1949.

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Mit Pelzstola: Wie in anderen von Robert Harrisons Magazinen auch, waren die Models in "Eyeful" immer ganz oder zumindest teilweise bekleidet. Harrison tat dies nicht nur, weil die Bilder die Zensur überstehen sollten, sondern weil er selbst Nacktheit anstößig fand.

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Cover von Beauty Parade: Robert Harrison veröffentlichte 1941 "Beauty Parade". Damals war der Verleger noch hauptberuflich bei einer Zeitung angestellt. Der Legende machte er die Hefte nach Feierabend im Büro, wenn alle seine Kollegen gegangen waren.

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Eine Frau trägt rot: Nicht nur Kinofilme und Magazine warben mit Pin-ups, die schönen Mädchen zierten auch zahlreiche Buchcover. 1957 erschien der Roman "The Girl from Hateville" von Gil Brewer, der auch unter dem Titel "The Angry Dream" erschienen war.

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"Checkermate": Der amerikanische Künstler Al Moore zeichnete in den vierziger und fünfziger Jahren Frauen für Kalender, Werbeanzeigen und als Illustrationen in Zeitschriften. Dieses Pin-up erschien im "Esquire".

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Ein Flirt mit Katze: "Flirt" erschien zum ersten Mal 1947 und war eigentlich "Beauty Parade" unter einem neuen Namen und mit etwas mehr Themen in Richtung Fetisch.

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The Elvgren Collection: Der amerikanische Künstler Gil Elvgren zeichnete vor allem in den vierziger und fünfziger Jahren Pin-ups und Werbeillustrationen. 1995 erschien diese Sammlung seiner Zeichnungen als Buch.

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Kalender-Sammler: Diese Sammlung von Pin-Up-Kalendern aus den Fünfzigern ist der ganze Stolz ihres Besitzers, des Texaners Jack DeVere. In seinem Haus in San Antonio hat der über 70-Jährige, der seiner Leidenschaft nachgeht seit er zwölf ist, bereits 18.551 Exemplare zusammengetragen.

Foto: AP
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What a Frame! Dieses Bild einer ungeschickten Bowlerin wurde 1940 von Al Buell gemalt.

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Pin-up vor Sternenhimmel: Eine offenherzige Blondine von 1943.

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Ein Hauch von Kleid: Diese Zeichnung für einen Kalender von 1940 stammt von dem Künstler Billy De Vorss.

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Pin-up-Parade: Der Herausgeber Robert Harrison wurde in erster Linie bekannt durch sein 1952 zum ersten Mal veröffentlichtes Skandal-Magazin "Confidential". Bis dahin hatte er einige Pin-up-Magazine herausgegeben, von denen einige Cover hier zusammengestellt sind. Um seine Hefte für Käufer attraktiv zu machen, gab Harrison viel Geld für die Titelblatt-Illustrationen aus und engagierte namhafte Künstler der Zeit wie Peter Driben, Earl Moran und Billy De Vorss. Dadurch, dass er einen so großen Teil des Budgets in die Cover steckte, blieb nicht all zu viel für Inhalte übrig, die entsprechend mager waren.

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"Titter"-Cover: Wie auch in den anderen Magazinen von Robert Harrison ging es in "Titter" um Bilder leicht bekleideter Frauen. Das besondere an dieser Serie waren die häufigen Referenzem zum Burlesque-Stil.

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Mädchen mit Strumpfhalter: Das "Titter"-Magazin von Robert Harrison erschien von 1943 bis 1955.

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Ein Varga-Girl: Von 1940 bis 1946 zeichnete der Künstler Alberto Vargas seine Pin-Ups für das "Esquire". Das Magazin lies allerdings das "s" in seinem Namen weg und schuf so den Begriff "Varga-Girls".

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Ein Kaninchen aus dem Hut: Wie in Robert Harrisons anderen Zeitschriften auch gab es in dem von 1944 bis 1955 veröffentlichten "Wink" jede Menge Haut zu sehen. Anstatt des netten Mädchens aus der Nachbarschaft, wie in seinen anderen Titeln, lag hier jedoch ein eindeutiger Schwerpunkt auf Fetisch-Bildern.

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