Pink Floyds "The Wall" - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Pink Floyds "The Wall" Ganz grobes Kino

Schweineblut und Skinheadschlachten: "The Wall", der Kinofilm zum Album der Bombast-Rockband Pink Floyd, sollte eine Rockoper der Superlative werden. Statt dessen gingen Schauspieler, Regisseur und Musiker auf einen Höllentrip - der das Ende der Band bedeutete. Jetzt kommt das Machwerk wieder in die Kinos.
1 / 14

Mauermonster: Das legendäre Konzeptalbum "The Wall" der britischen Band Pink Floyd elektrisierte eine ganze Generation von Jugendlichen. Die Vertonung einer Kindheit, die an einem zerrissenen Elternhaus, bösartigen Lehrern und einer Umgebung menschlicher Kälte zerbricht, schien Tausende zu berühren.
Höhepunkt der Begeisterung waren die Live-Aufführungen des Mauerspektakels 1980 und 1981 in New York, Los Angeles, London und Dortmund.
Als 1989 die "echte" Mauer fiel, die 40 Jahre lang Ost und West getrennt hatte, entschloss sich Pink-Floyd-Gründungsmitglied und Komponist Roger Waters zu einer Wiederholung: Vor dem Reichstag in Berlin zelebrierte er am 22. Juli 1990 gemeinsam mit Rockkollegen wie Bryan Adams, Cindy Lauper und den Scorpions noch einmal das große Spektakel (Foto).

Foto: JOCKEL FINCK/ AP
2 / 14

Roger Waters: Der britische Rockstar läuft am 21. Juni 2006 jene umstrittene Grenze ab, die mit einer bis zu acht Meter hohen Mauer Bethlehem von kleineren palästinensischen Dörfern trennt. Der Musiker hatte 1979 zusammen mit seinen Bandkollegen von Pink Floyd das Konzeptalbum "The Wall" veröffentlicht - es wurde anschließend sowohl in einer theatralischen Bühnenshow aufgeführt als auch verfilmt.

Foto: REUTERS
3 / 14

Bob Geldof als "Pink": Der Sänger der "Boomtown Rats" Bob Geldof spielte in dem Film "The Wall" (USA 1982) die Hauptrolle. Roger Waters, an dessen Biografie der Film angelegt ist, war zunächst entsetzt über diese Besetzung - er hatte sich selbst in der Rolle gesehen, war mit dem Vorschlag aber bei der Plattenfirma gescheitert. Geldof seinerseits hasste das Drehbuch.

Foto: ddp images
4 / 14

"We don't need no education": Mit dem Album "The Wall" fing Pink Floyd in den achtziger Jahren die Gefühle einer ganzen Generation ein. "We don't need no education" drückte das Empfinden vieler Schüler aus, die sich durch den Fleischwolf eines Schulsystems gedreht fühlten. Die abgebildete Filmszene stellt dieses Gefühl sehr bildlich dar.

Foto: ddp images
5 / 14

Pink Floyd: Die Mitglieder der Elektro-Rock-Gruppe Pink Floyd - Roger Waters, Nick Mason, Syd Barrett und Rick Wright - im Juli 1967 in England.

Foto: Getty Images
6 / 14

Alan Parker: Der britische Drehbuchautor, Autor und Regisseur führte bei dem Film "The Wall" Regie. Es kam allerdings bereits vor den Dreharbeiten zu Auseinandersetzungen mit dem Pink-Floyd-Komponisten Roger Waters, da die Vorstellungen der beiden bezüglich des Films stark voneinander abwichen.

Die Aufnahme zeigt Alan Parker am 28. März 2008 in einem Kino in Prag.

Foto: AP
7 / 14

Geldof als Faschist: "The Wall" stellt das Drama um den jungen "Pink" dar, der sich immer mehr von der Außenwelt isoliert und schließlich zum Führer einer faschistischen Bewegung gegen alles Andere wird.

Foto: ddp images
8 / 14

Gerald Scarfe: Der ehemalige Pink-Floyd-Hauszeichner Gerald Scarfe lieferte die Trickfilm-Sequenzen für die Verfilmung des 1979 erschienenen Konzeptalbums "The Wall" von Pink Floyd. Die Aufnahme zeigt den Künstler am 1. Oktober 1998 in der Londoner National Portrait Gallery mit Modellen von Tony Blair (l.) und William Hague.

Foto: REUTERS
9 / 14

Kultfilm "The Wall": Der zum Kultfilm avancierte Kinofilm "The Wall" ist eine Rockoper aus Blut, Gewalt und Musik. Die Szene zeigt Bob Geldof, wie er sich mit einem Rasiermesser die Augenbrauen abrasiert.

Foto: ddp images
10 / 14

Waters, solo: Die Arbeit von Pink Floyd an der Verfilmung ihres Konzeptalbums "The Wall" aus dem Jahr 1979 führte innerhalb der Band zu Spannungen und schließlich zur Spaltung der Gruppe. Nach einem weiteren, letzten gemeinsamen Album ("The Final Cut") verließ Roger Waters die Band. Die Aufnahme zeigt Waters bei einem Auftritt auf dem Coachella Music Festival in Indio (Kalifornien) am 27. April 2008.

Foto: REUTERS
11 / 14

Mauern und Gräben: Der junge "Pink" (Kevin McKeon) im Film "The Wall" in einem Schützengraben mit toten Soldaten.

Foto: ddp images
12 / 14

Miese Rolle? Bob Geldof - hier in einer Szene aus "The Wall" (England 1982) - wollte die Rolle in dem Pink-Floyd-Film zunächst gar nicht annehmen. Er fand das Drehbuch lächerlich und bezeichnete Roger Waters' Texte öffentlich als "linke Schaumschlägereien eines vom sozialen Gewissen geplagten Millionärs".

Foto: ddp images
13 / 14

"Another Prick On The Wall": Alex McAvoy als gewalttätiger Lehrer in "The Wall" (England 1982).

Foto: ddp images
14 / 14

Gerald Scarfe und Jane Asher: Der Zeichner Gerald Scarfe mit seiner Frau Jane Asher am 17. November 2005 bei der Verleihung der Daily Express Life Savers Awards in London. Scarfe gestaltete die Trickfilm- und Animationssequenzen für den Fillm "The Wall" (England 1982).

Foto: Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?