Pipeline-Protest in USA Der Winter kommt
Das Oceti Sakowin Camp in Cannon Ball, North Dakota: Seit Monaten harren die Gegner einer umstrittenen Pipeline in ihrem Camp aus - doch jetzt wurde der Protest zu einer noch größeren Herausforderung: Der Winter beginnt.
Am Ufer des Cannonball River: Die Sioux stellen sich dem Pipeline-Unternehmen Energy Transfer Partners entgegen. Es ist eine der größten Protestaktionen der vergangenen Jahre gegen die Ölindustrie in den USA. Es gab bereits Hunderte Festnahmen und Hunderte Verletzte bei Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Unterstützung bekommen die Demonstranten auch von Kriegsveteranen wie George Martin. Der 80-Jährige kämpfte im Korea-Krieg.
Auch Kinder leben teilweise seit Monaten in dem Protestcamp nahe dem Indianerreservat Standing Rock.
Auf der Plane eines Tipis haben sich zahlreiche Unterstützer verewigt. Auch einige Hollywoodstars zeigten sich bereits solidarisch, etwa Leonardo di Caprio.
Schneesturm über den Great Plains. Die geplante Pipeline soll Rohöl über eine Strecke von fast 2000 Kilometern vom Nordwesten North Dakotas nach Illinois in den Mittleren Westen der USA transportieren.
Die Menschen im Camp bekommen von Unterstützern Lebensmittel und Wasser geliefert. Die Sioux befürchten, dass die Pipeline ihre Wasserversorgung beeinträchtigen wird. Zudem streift die Trasse ein Gebiet, das Indianern heilig ist.
Loretta Reddog schaufelt den Schnee vor ihrem Zelt weg. Die Frau lebt seit Monaten mit ihren zwei Hunden in dem Camp nahe der kanadischen Grenze. Der Winter flößt ihr Respekt ein: "Ich bin ein kalifornisches Mädchen, verstehen Sie."
Es ist wirklich kalt in dem Zeltlager.
Einige Hundert Menschen harren seit dem Sommer dort oben ganz im Norden der USA aus.
Mit brennenden Kräutern gegen die Polizei. Vertreter der Dakota- und Lakota-Sioux hatten beim Bundesgericht in Washington Einspruch gegen den Bau der Ölpipeline eingelegt. Sie hatten jedoch keinen Erfolg.
Ein Symbol des Friedens: Eine Demonstrantin posiert mit einem Zedernzweig nahe dem mit Stacheldraht abgesperrten Baugebiet.
Wasserwerfer im Einsatz: Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt setzen die Sicherheitskräfte den Demonstranten kräftig zu.