Pirat Höfinghoff Der Linksaußen
Ein Antifa-Aktivist im Parlament: Der Berliner Abgeordnete Oliver Höfinghoff soll die Piratenfraktion aus dem Chaos führen (Bild vom April 2012).
Höfinghoff im Parlament (im August 2012): Im Abgeordnetenhaus gibt er sich meistens besonnen, doch heftige Äußerungen und Engagement in der Antifa-Szene sorgen bei Boulevard-Zeitungen und manchen Parlamentariern für Entsetzen.
Bunte Piraten: Höfinghoff (mit Fraktionskollege Simon Kowalewski) ist 36 Jahre alt und in der Antifa-Szene aktiv. In der Partei hat er konsequent gegen rassistische Äußerungen gekämpft, in Berlin mit Flüchtlingen vor dem Brandenburger Tor campiert. Auf Twitter wird er oft laut und schrill, schreibt schon mal: "Fuck the Police".
Einzug ins Parlament im September 2011: In Berlin schafften die Piraten den Durchbruch, seitdem ging es bergab, die Berliner Fraktion ist mittlerweile tief zerstritten.
Höfinghoff beim Wahlkampf 2011 in Berlin-Friedrichshain: Es gab mal einen Skandal, als seine Mitarbeiterin und Freundin Höfinghoff antwitterte, er solle den designierten Berliner Polizeipräsidenten, dem sie Rassismus unterstellte, "anzünden". Höfinghoff verteidigte sie, in der Fraktion schämte man sich. Die Leben als Aktivist und Parlamentarier sind manchmal nur schwer zu vereinen.
Höfinghoff bei der traditionellen Gemüseschlacht auf der Oberbaumbrücke zwischen den Berliner Stadtteilen Kreuzberg und Friedrichshain im September 2012.
Im Parlament (hier eine Sitzung 2011) gibt sich Höfinghoff zurückhaltender. Im Innenausschuss lässt er oft seinem Parteikollegen Christopher Lauer den Vortritt.