Piraten Was tun mit Liquid Feedback?
Piraten stellen ihr Parteilogo nach (auf dem Bundesparteitag im April in Neumünster): Die Partei muss noch definieren, was sie mit Basisdemokratie meint.
Mitmach-Software Liquid Feedback: In der Partei schwelt ein Streit darüber, wie die Piraten Liquid Feedback einsetzen sollen - und was mit Hilfe der Software entschieden werden soll.
Auch im Vorstand der Piratenpartei ist man sich nicht einig: Der Politische Geschäftsführer Johannes Ponader (3.v.r.) will sich bei den Diskussionen im Vorstand an das Meinungsbild im Liquid Feedback halten, Parteichef Bernd Schlömer (ganz links) hält davon nichts.
Der Parteivorsitzende Schlömer will Liquid Feedback nun extern evaluieren lassen.
Zu den Parteitagen der Piraten (hier im April in Neumünster) dürfen alle Parteimitglieder kommen, es gibt keine Delegierten. Doch darüber hinaus ist unklar, wie Basisdemokratie bei den Piraten konkret funktionieren soll.
Der Berliner Abgeordnete Christopher Lauer ist Anhänger von Liquid Feedback. "Wenn wir unserem hohen Anspruch an Mitbestimmung gerecht werden wollen, müssen wir Liquid Democracy bald in unserer Satzung verankern", sagt er.
Yeah! Liquid Feedback hat unter den Piraten glühende Anhänger und große Zweifler. Eine Umfrage der AG "Liquid Democracy" soll nun die Meinung der Basis zur Mitmach-Software abbilden.
Piraten-Abgeordnete in Schleswig-Holstein: Teil der Diskussion im Liquid Feedback ist die Frage, wie sehr sich Parlamentarier der Partei am Votum der Basis orientieren können.