Autoneuheiten im September Die Spannung steigt
Weil das Fahren im Höllenverkehr vieler Städte keinen Spaß mehr macht, wirbt Volvo mit einer neuen Designstudie fürs Autonome Fahren: 360c heißt das futuristische Schaustück, das vom Autopiloten gesteuert wird, natürlich aber über einen Elektroantrieb verfügt und den Insassen wertvolle Zeit zurückgeben will. Auf kurzen Fahrten können sie in einem mobilen Büro arbeiten und auf längeren Strecken entspannen oder sogar schlafen. So wird in der Vision der Schweden das Flugzeug überflüssig und sogar der Immobilienmarkt in der Stadt entlastet. Wenn man seine Pendelzeiten effektiv und produktiv nutzen kann, seien die Menschen nicht mehr auf eine zentrumsnahe Wohnlage angewiesen, argumentiert Volvo.
Als Kombi fürs Grobe geht jetzt der Volvo V60 in einer CrossCountry-Variante an den Start. Dafür bocken die Schweden den Lastenträger um sechs Zentimeter auf und programmieren für den Allradantrieb ein paar Offroad-Fahrprogramme. Außerdem gibt es markante Kunststoffplanken für die Karosserie. Zum Start gibt es den CrossCountry für 52.350 Euro aufwärts nur als D4 mit einem 190 PS-Diesel. Später folgen ein 250 PS starker Benziner im T5 sowie Mild- und Plugin-Hybride.
Zur Feier des 70. Jubiläums des Sportwagenbaus bei Porsche legt die VW-Tochter den legendären LeMans-Renner 935/78 als Kleinserie von 77 Exemplaren noch einmal auf: Abgeleitet vom aktuellen Kundensport-Rennwagen 911 GT2 RS, bekommt der Urenkel des wegen seiner üppigen Abmessungen und seines weißen Lacks von den Fans Moby-Dick genannte Wettbewerbswagen, eine individuelle Carbon-Karosse mit auffälligen Radhaus-Entlüftungen und mächtigen Spoiler am Heck. Darunter steckt der 3,8 Liter große Sechszylinder-Boxer-Motor aus dem GT2 RS, der es auf 700 PS bringt und seine Kraft über eine siebenstufige Doppelkupplung an die 310 Millimeter breiten Hinterräder überträgt. So atemberaubend wie das Design und vermutlich auch die Fahrleistungen ist allerdings auch der Preis: Gut 700.000 Euro kostet der neue 935 plus Steuer.
Der Opel Grandland X bekommt einen neuen Benziner: Am oberen Ende der Modellpalette steht deshalb künftig ein 1,6 Liter großer Turbo-Motor, der 180 PS leistet und serienmäßig mit Achtgang-Automatik ausgeliefert wird. Das neue Top-Modell startet bei 34.800 Euro, beschleunigt mit bis zu 250 Nm in acht Sekunden auf Tempo 100, schafft bis zu 222 km/h und verbraucht im Mittel 5,7 Liter.
Nach der Pkw-Variante Life gibt es den neuen Opel Combo jetzt auch als Cargo für Handel, Handwerk und Gewerbe. Der Kleintransporter startet bei 20.052 Euro und wird wie der Combo Life mit zwei unterschiedlichen Radständen angeboten. In der größten Variante bietet er damit Platz für zwei Euro-Paletten, bis zu 4,4 Kubikmeter Ladung und 1000 Kilo Nutzlast. Den Antrieb übernimmt ein 1,5-Liter-Diesel mit 76 bis 130 PS. Opels ganzer Stolz sind die vielen Komfort- und Assistenzsysteme, von denen eines ganz neu ist: Zum ersten Mal erfassen Sensoren die Beladung und warnen mit einer Leuchtanzeige, wenn man dem Combo zu viele Kilos zugemutet hat.
Für Ford Galaxy und S-Max gibt es einen neuen Dieselmotor. Die beiden großen Vans können künftig auch mit einem 2,0-Liter-Triebwerk bestellt werden, das mit 120, 150, 190 oder 240 PS angeboten wird. Neu sind zudem eine Achtgang-Automatik sowie ein besserer Totwinkel-Assistent und verbesserte Scheibenwischer mit integrierten Sprühdüsen.
Nachdem es sie bislang nur als Limousine gibt, ist die Hybrid-Version des Ford Mondeo künftig auch als Turnier zu haben. Die Karosserievariante wurde explizit für Europa entwickelt und übernimmt aus dem Stufenheck das Doppel aus Vierzylinder-Benziner und E-Maschine mit einer Systemleistung von knapp 200 PS. Exakte Leistungs- und Verbrauchsdaten gibt das Unternehmen noch nicht bekannt, genau wie den Preis und das erste Foto. Doch da der Mondeo kein Plug-in-Hybrid ist und deshalb nicht mal eine Steckdose und eine zweite Tankklappe braucht, werden sich am Design nur Marginalien ändern.
Bislang hat sich Ford bei der Elektromobilität vornehm zurückgehalten. Doch so langsam steigt auch bei den Amerikanern die Spannung. Nicht umsonst wollen sie in den nächsten fünf Jahren über elf Milliarden Dollar in die Entwicklung von 16 reinen Akku-Autos und über 20 Plug-in-Hybriden stecken. Star der Stromer soll ein rein elektrisch angetriebenes Performance-Modell werden, das vom legendären Sportwagen Mustang inspiriert ist und unter dem Namen Mach1 durch die PS-Gazetten geistert. Vieles dazu ist noch Spekulation, doch hat Ford nun eine erste Skizze veröffentlicht und ein paar Eckdaten verraten. So kommt der Mach1 bereits im Jahr 2020 und soll rund 480 Kilometer Reichweite haben
Zwar entwickelt sich Ferrari mit seinem ersten Geländewagen demnächst zu einer Art Massenhersteller. Doch bevor die Stückzahlen der Italiener erstmals fünfstellig werden, setzten sie noch einmal auf Raritäten für reiche Raser und lancieren eine neue Reihe sogenannter Icona-Modelle. In extrem kleinen Stückzahlen produziert, werden sie von den aktuellen Modellen abgeleitet und dabei gründlich individualisiert. Den Anfang machen die Schwestermodelle Monza SP1 und Monza SP2, die sich an Modellen aus den Fünfzigerjahren orientieren und als radikale Roadster mit winzigen Windabweisern mit einem oder zwei Sitzen vorfahren. Unter der langen Haube steckt der stärkste Motor, den Ferrari je in ein Serienauto eingebaut hat: ein V12 mit 810 PS. der den Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,9 Sekunden ermöglicht und auf weit mehr als 330 km/h beschleunigt.
BMW lässt beim X2 die Muskeln spielen. Gab es das kleine SUV bislang mit maximal 191 PS, gibt es das SUV-Coupé jetzt auch als sogenanntes M Performance-Modell mit 306 PS. Allerdings hat auch der X2 M35i nur einen zwei Liter großen Vierzylinder, dem sein Turbo allerdings deutlich mehr Druck macht. So klettert auch das maximale Drehmoment auf 450 Nm und ermöglicht einen Sprint von 0 auf 100 in 4,9 Sekunden. Am Spitzentempo ändert sich aber nichts. Weil nur echte M-Modelle mehr als 250 km/h fahren dürfen, ist für den X2 M35i bei 250 Sachen Schluss.
Die sportliche Fiat-Schwester Abarth bringt den 595 auf Vordermann. Der vom Fiat 500 abgeleitete Kleinwagen bekommt einen modernisierten 1,4-Liter-Motor mit 145 bis 180 PS und der Option auf einen neuen Klappenauspuff und steht künftig in vier Ausstattungsvarianten mit und ohne Faltdach bei den Händlern. Die Preise beginnen bei 18.890 Euro.
Den Honda CR-V gibt es jetzt erstmals auch mit Hybrid-Antrieb. Dafür kombinieren die Japaner einen 2,0 Liter großen Vierzylinder (145 PS) mit gleich zwei E-Motoren, von denen einer die Bremsenergie zurückgewinnt und der zweite beim Antrieb mithilft. Mit 184 PS ist dieser so stark, dass er im Stadtverkehr die Hälfte der Zeit und über Land zumindest auf einem Drittel der Strecke die Arbeit alleine macht, behauptet Honda und stellt für den Geländewagen deshalb einen Verbrauch von 5,3 Litern in Aussicht. An der Steckdose laden kann man die Lithium-Ionen-Zellen allerdings nicht. Die Systemleistung des Fahrzeugs liebt bei circa 215 PS.
Als ersten Transporter mit Steckdosen-Anschluss bringt Ford jetzt den Transit Custom mit Plug-in-Hybrid auf den Weg. Der Lieferwagen aus der Ein-Tonnen-Klasse bekommt dafür Mitte nächsten Jahres einen Elektroantrieb mit einem 14 kWh großen Pufferakku für 50 Kilometer ohne lokale Emissionen. Damit man danach nicht gleich wieder an die Steckdose muss, gibt es dazu noch einen Dreizylinder-Benziner, der allerdings nicht die Räder, sondern nur einen Generator antreibt. So produziert der Einliter-Motor den Strom für weitere 450 Kilometer Fahrstrecke.