Plagiatsvorwurf bei Cascadas Glorious - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Tradition beim ESC Unter Plagiatsverdacht

Vom Kinderlied abgekupfert, bei den Spice Girls abgeschrieben: In der Geschichte des Eurovison Song Contests wurde schon vielen Künstlern vorgeworfen, kopiert zu haben. Eine deutsche Sängerin wurde sogar disqualifiziert.
1 / 12

Mit bayerischer Blasmusik nach Malmö? Sollten sich die Plagiatsvorwürfe gegen die Vorentscheidgewinner Cascada erhärten, wird wohl die Bläsercombo LaBrassBanda beim Finale des Eurovison Song Contest antreten. Die Band war beim Vorentscheid mit dem Lied "Nackert" auf Platz zwei gelandet.

Foto: dapd
2 / 12

Nach ihrem Sieg beim ESC-Vorentscheid steht der Gewinnersong "Glorious" von Cascada unter Plagiatsverdacht. Der NDR hat ein Gutachten in Auftrag gegeben. Außer dem Bonner Musikprojekt haben sich schon mehrere deutsche ESC-Kandidaten vorwerfen lassen müssen, dass sie kopierten. Doch in nur einem Fall gab es bislang Konsequenzen.

Foto: dapd
3 / 12

Cover vom Cover? Der Gewinnerin von 2012, der Schwedin Loreen, wurde selbst vorgeworfen, sich bei anderen Songs bedient zu haben - zum Beispiel bei Rihanna und David Guetta.

Foto: dapd
4 / 12

Selbst Lena blieb 2010 nicht von Plagiatsvorwürfen verschont. Die Melodie von "Satellite" sei von einer Kinderfernsehserie abgeschrieben, klagten bulgarische Medien.

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images
5 / 12

Erst einmal ist eine deutsche Teilnehmerin tatsächlich disqualifiziert worden: 1999 war Corinna May mit dem Titel "Hör den Kindern einfach zu" angetreten. Doch dieser war bereits mit anderem Text und anderem Sänger auf einer CD erschienen. Damals war die zweitplatzierte Band Sürpriz nachgerückt. Das Bild zeigt May bei dem Grand Prix Finale 2002 -die Sängerin hatte sich noch mehrmals um den Titel beworben.

Foto: Carsten_Rehder/ picture-alliance / dpa/dpaweb
6 / 12

Eine besonders bizarre Anschuldigung erlebte 2000 Stefan Raab. Raab, der damals in grünen Gummianzügen "Wadde hadde dudde da" sang, wurde vorgeworfen, er habe von den Spice Girls kopiert. Gemeint war der Hit "Say You'll Be There".

Foto: Ingo Wagner/ dpa
7 / 12

Als Michelle 2001 mit ihrem Song "Wer Liebe lebt" Deutschland beim ESC vertrat, hatte sich die Kölner Sängerin Ava Cimiotti an die "Bild am Sonntag" gewandt und der Schlagersängerin vorgeworfen, das Lied geklaut zu haben. Später kam heraus, dass es tatsächlich eine Demoversion von Cimiotti gegeben hatte. Da der Song jedoch niemals im Handel erhältlich war, verstieß dies nicht gegen die Regeln.

Foto: dapd
8 / 12

Für den ESC im Jahr 2002 hatte Grand-Prix-Urgestein Ralph Siegel für die Band Lou das Lied "Let's Get Happy" gedichtet. Komponist Jean-Pierre Valance warf Siegel vor, von seinem Wolfgang-Petry-Hit "Weiß der Geier oder weiß er nicht" abgeschrieben zu haben.

Foto: dapd
9 / 12

2006 war die Band "Texas Lightning" um den Comedian Olli Dittrich für Deutschland ins Rennen gegangen. Kritiker bemängelten, ihr Lied "No No Never" erinnere an den Song "Never Ever Let You Go" des dänischen Grand-Prix-Gewinners von 2001, der Band Rollo & King.

Foto: dapd
10 / 12

Obwohl die No Angels 2008 gnadenlos untergingen und auf einem deprimierenden letzten Platz landeten, warf man der Mädchenband noch vor, abgekupfert zu haben. Ihr Song "Disappear" erinnere stark an "Breaking The Silence" - ein Titel der Sängerin Steffi List. Dies konnte der NDR jedoch widerlegen: Das Lied war früher als Lists Lied komponiert worden

Foto: dapd
11 / 12

Die Aserbaidschaner Ell und Nikki gewannen 2011 mit dem Lied "Running Scared" - ein Song, der Kritiker an einen Hit von der britischen Girlband Atomic Kitten erinnerte.

Foto: dapd
12 / 12

Der Schweizer Sängerin Anna Rossinelli wurde 2010 vorgeworfen, ihr Lied "In Love For a While" klinge wie der Song "Bubbly" der amerikanischen Sängerin Colbie Caillat.

Foto: dapd
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?