Playboy-Biografie Superheld im Häschenland
Hef mit Heft: Hugh Hefner, in seinem Apartment in Chicago, hält eine Kopie des ersten "Playboys" in Händen. Auf dem Cover war damals kein Datum abgedruckt. Denn Hefner war sich nicht sicher, ob eine zweite Ausgabe erscheinen würde.
Schlüpfriger Bilderwitz: Der Ausgabe der Hefner-Biografie liegt ein Faksimile des ersten "Playboy" bei. So kann man einen schlüpfrigen Bildwitz, den sich Hefner mit dem Aktfoto von Marilyn Monroe erlaubte, selbst ansehen. Hält man das Bild gegen das Licht, befindet sich der Mund des illustrierten Herrenkopfes auf der anderen Seite an einer pikanten Stelle. Der "Playboy"-Herausgeber schwört bis heute Stein und Bein, dass ihm dies erst später aufgefallen sei.
Geburtsstätte des "Playboy": 1952 zog Hugh Hefner mit seiner schwangeren Frau Millie in die South Harper Avenue in Chicago. In dem neuen Heim tapezierte der Comic-Fan Hef das spätere Kinderzimmer mit Comic-Seiten. Ein Jahr später sollte in dieser Wohnung der "Playboy" geboren werden.
Unter Hasen: Hefner und seine Bunnys auf einem Foto von 1960.
Spielmacher: Hugh war ein Kind mit einer blühenden Phantasie. Alle Kinder aus der Nachbarschaft kamen zu dem Haus der Hefners in Chicago, und der junge Hugh dachte sich die Spiele aus - nicht viel anders war es später im Playboy Mansion, schreibt Hefner in seiner Biografie. Das Bild zeigt ihn im Winter 1931 auf einem Dreirad.
Auferstehung der Toten: Später schmückten hübsche Mädchen Hefners Publikationen. In Teenager-Jahren mochte es Hef hingegen mysteriös und makaber. Mehr als 50 düstere Kurzgeschichten dachte er sich aus, mit bezeichnenden Titeln wie "Movieland Monster", "The Dead Planet" und "When Dead Man Walk".
Arbeiten im Schlafzimmer: An einem richtigen Schreibtisch arbeitete Hefner nur selten. Im Büro breitete er Skizzen, Skripte und Fotos auf dem Boden aus, zu Hause im luxuriösen Rundbett.
Die Sekretärin von nebenan: In der Dezember-Ausgabe 1955 des "Playboy" war Janet Pilgrim auf drei Seiten zu sehen. Eigentlich hieß das Playmate Charlaine Edith Karalus und arbeitete als Sekräterin beim "Playboy". Doch Hefner hatte damals die Idee, ab sofort keine professionellen Models mehr abzulichten, sondern Mädchen von nebenan. So wurde die Büroangestellte einen Monat lang zu einer der begehrtesten Frauen der USA.
Seidenpyjamas und Monroe: Hugh Hefner präsentiert seine sechsbändige Autobiografie. In den Händen hält er ein Faksimile der "Playboy"-Erstausgabe vom Dezember 1953 mit dem legendären Monroe-Cover. Wie so oft, trägt er auf diesem Foto sein "Markenzeichen", einen Seidenpyjama. Je ein sieben mal sieben Zentimeter großes Stück von Hefs berüchtigten Nachtgewändern liegt jedem Exemplar der 1000 Euro teuren, auf 1500 Exemplare limitierten und von Hefner signierten Ausgabe bei.
Mehr Informationen zum Buch finden Sie auf
Taschen.com
Sagenumwobene Grotte: Vorne planschen bei diesem "Playboy"-Fotoshot 1961 die Bunnys nackt in Hugh Hefners Pool im Mansion. In der "Lustgrotte", wie das "Time"-Magazin die Zone hinter dem Wasserfall taufte, ging es oft noch intimer zu.
Herrenhaus: Vom Swimmingpool im Keller, über den großen Ballsaal (Bild) bis zu den Schlafzimmern im Obergeschoss - schon das erste Playboy Mansion war ein herrschaftliches Anwesen.
Villa des Wahnsinns: Als Teenager schrieb Hefner die Krimigeschichte "Mansion Of Madness" - später erschuf er mit dem Playboy Mansion das wohl verrückteste Herrenhaus der USA.
Hugh und seine Barbi: Ein Schnappschuss von Hugh Hefner und seiner damaligen Freundin, dem US-Model Barbi Benton, 1970 vor dem Playboy Mansion West in Chicago. Die 30-Zimmer-Villa wurde nach dem Vorbild eines englischen Herrenhauses aus dem 15. Jahrhundert erbaut.
Elternhaus in Chicago: Seine Eltern waren strenge Christen. Der junge Hefner hatte früh Probleme mit der Verklemmtheit seiner Familie.
Erste Versuche als Comic-Zeichner: Schwer beeindruckt von dem Helden Flash Gordon zeichnete Hugh Hefner bereits 1936, im Alter von zehn Jahren, einen eigenen Comic namens "Cranet".
Spielzeug für den Playboy: Vor der Weltwirtschaftskrise fehlte es dem Sprössling Hugh Hefner an nichts. Das Flugzeug bekam er im Alter von zwei Jahren geschenkt. Es war sein erstes, sollte aber nicht sein letztes sein.
Hasen der Lüfte: Hefner 1970 mit einigen Bunnys vor seinem "Playboy"-Privatjet.
"Der menschliche Roboter": Inspiriert von den frühen Comichelden wie Superman und Batman erfand Hefner eine ganze Reihe eigener Helden - darunter Marvel Man, the Mystic und Metallic Man (Bild).
Eine Welt wie aus dem "Playboy"-Magazin: Hefner erschuf sich auch bei der Arbeit ein Umfeld wie aus seinem Erfolgsheft. Während er seine Balance auf dem Bongoboard trainiert, diktiert er seiner Sekretärin Cynthia Maddox. Sie fing als Empfangsdame an und arbeitete sich als Redaktionsassistentin hoch. Später wurde sie außerdem "Playboy"-Covergirl und war eine Zeit lang Hefners Freundin.
Nichts als Flausen im Schädel: In einer Welt ohne Fernsehen lerne man, sich selbst zu unterhalten, schreibt Hefner in seiner Biografie. Schon als Kind produzierte er reihenweise Comics, schrieb Kurzgeschichten, später auf der Highschool machte er sogar Filme und versuchte sich als Theaterautor.
Erste große Liebe: Hefner und seine Kommilitonin Mildred "Millie" Williams verbringen im Sommer 1948 eine Woche mit Freunden am Devil's Lake, Wisconsin. Die Zwei heirateten am 25. Juni 1949. Zehn Jahre später wurde die Ehe geschieden.
Jungherausgeber Hefner: Als Hefner an der Universität von Illinois studierte, brachte er die humoristische Zeitschrift "Shaft" heraus. In ihr fand sich eine Rubrik namens "Kommilitonin des Monats", das Vorbild für das spätere "Playmate des Monats".
Mit den ganz Großen: Die Sendung "Saturday Night Special" des US-Senders ABC zeigte 1977 die "Playboy's Playmate Party" - die Ausstrahlung erzielte Spitzenquoten. Hugh Hefner (M.) hatte auch Arnold Schwarzenegger (l.) eingeladen. Ein weiterer Hingucker auf der Feier war der 2,16 Meter große Basketballspieler Wilt Chamberlain.
Frankensteins Sohn: Eine berühmte Horrorfigur inspirierte Hefner zu "Movieland Monster", geschrieben im Februar 1940. Der junge Autor und Zeichner hatte kurz zuvor "Frankenstein" mit Boris Karloff gesehen.
Gibt es einen Gott? In seiner Geschichte "The Creator Of Gideon" setzte sich Hefner nach eigenen Angaben mit der Möglichkeit der Erschaffung künstlichen Lebens auseinander - und mit den Fragen, die dies über die Existenz eines allmächtigen Schöpfers aufwerfen würde.
Familienfoto: Hefner, seine Eltern und sein Bruder im Playboy Mansion. Von links: Keith, Glenn, Grace und Hugh Hefner.
Platz, Hirsch! Zuerst sollte Hefners erotisches Magazin "Stag Party" heißen. Doch nach einer Klage von einem Heft namens "Stag" änderte er ihn in "Playboy". Und aus dem Hirschen wurde ...
... der Playboy-Hase: Schon in der ersten Ausgabe begrüßte er jeden Leser, der das Heft aufschlug.
Statussymbol: Als sich Hefner 1959 von Millie scheiden ließ, begann der Playboy sein neues Single-Leben zu genießen - und kaufte sich einen Cadillac Eldorado. Zu jener Zeit war dieser Wagen ein echtes Statussymbol. Wer ihn besaß, hatte es geschafft.
Großer Fisch: Hefner beim Angeln.