Poesieworkshop mit Flüchtlingen - DER SPIEGEL
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Poesie-Workshop "Geh, finde woanders etwas Gutes"

Manche waren noch Kinder - und doch wurden sie von ihren Eltern allein auf eine lebensgefährliche Reise geschickt. In Gedichten verarbeiten Jugendliche aus Afghanistan und Iran ihre Erlebnisse. Im Berliner Kunstraum "BOX Freiraum" findet seit fünf Monaten ein Poetry-Workshop mit 14- bis 18-jährigen Geflüchteten statt, die sich allein nach Europa durchgeschlagen haben.
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Im Berliner Kunstraum " BOX Freiraum" findet seit fünf Monaten ein Poetry-Workshop mit 14- bis 18-jährigen Geflüchteten statt, die sich allein nach Europa durchgeschlagen haben.

Foto: Gudrun Senger
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Da die Jugendlichen noch minderjährig sind, zeigen wir ihre Gesichter nicht. In ihren Gedichten beschreiben die Jungen den Verlust der Heimat und der Familie, die Gewalt, die ihnen begegnet ist, und ihren Blick auf uns, die Deutschen und unser Land.

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Die meisten der Jungen werden gezielt losgeschickt, damit sie in der Ferne ein besseres Leben finden und später möglichst die Familie unterstützen können.

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Schreibende Poetinnen gibt es unter den Teilnehmenden nicht, die Eltern erlauben ihren Töchtern die lebensgefährliche Flucht nicht.

Foto: Gudrun Senger
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"Die Familie sagte, ich solle weg, und Mutter flüsterte beim Abschied: “Mein Leben hier ist zu Ende, 40 Jahre Krieg und Zerstörung, geh, finde woanders etwas Gutes." Kahel Kaschmiri, 15, Ghazni, Afghanistan, darüber, warum ihn die Eltern fortschickten

Foto: Gudrun Senger
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Das Projekt, in dem die Jugendlichen ihre Gefühle, ihre Ängste und Sehnsüchte ausdrücken, entstand im Berliner Kunstraum Box-Freiraum.

Foto: Gudrun Senger
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Seit fünf Monaten treffen sich die jungen Poeten dort wöchentlich mit ihren Mentoren, dem Rechtsanwalt Aarash D. Spanta, dem ehemaligen Uno-Offizier Andreas Jödecke und der SPIEGEL-Redakteurin Susanne Koelbl, zum Schreiben. Im Rahmen des Workshops wurde die Ausstellung PeaceInWar erstellt, die künstlerische Konzeption lag bei rottkay Consulting.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?