Polen trauert Abschied von Lech Kaczynski
Trauer in Polen: In Warschau warten Menschen am Samstag auf den Beginn des Gedenkgottesdiensts - Hunderttausende versammeln sich zur Trauer um Lech Kaczynski, seine Frau und die 94 weiteren Opfer des Flugzeugabsturzes in Smolensk.
Der Samstag begann mit Alarmsirenen und Glockengeläut - um 8.56 Uhr, exakt eine Woche nach dem Flugzeugunglück, verharrte Polen in einer Schweigeminute. Viele Menschen in Warschau trugen Nationalflaggen.
Pilsudski-Platz in Warschau: Der Flugzeugabsturz war ein Schock für das ganze Land.
Trauergäste: Ein erheblicher Teil der politischen und geistigen Elite Polens war an Bord der Maschine, die beim Landeanflug in einen Wald stürzte und in Flammen aufging.
Pilsudski-Platz am Samstag: Die Fotos der Toten hängen hinter dem Altar.
Vor dem Präsidentenpalast am Freitagabend: Mit Tausenden von Kerzen gedachten die Polen des Präsidenten.
Warteschlangen: Am Freitag harrten Warschauer Bürger bis zu 15 Stunden aus, um Abschied von ihrem Präsidenten Lech Kaczynski und seiner Frau Maria Kaczynska zu nehmen.
Ankunft auf dem Pilsudski-Platz: Erst zu Tausenden, dann zu Zehntausenden strömten Trauernde am Samstagvormittag in Warschaus Stadtzentrum.
Plakate mit Lech Kaczynski: Ein schockiertes Land trauert um seinen Präsidenten.
Nonne beim Gedenkgottesdienst: Ob Kaczynski auf der Wawel-Burg beigesetzt werden soll, war in Polen umstritten.
Sarkophag: Der Wawel ist eines der bedeutendsten nationalen Symbole und war einst politisches und religiöses Zentrum des polnischen Reiches. Kritiker monierten, der Präsident solle nicht neben Königen und Nationalhelden beerdigt werden.
Die Beisetzung findet am Sonntag statt - ob zahlreiche internationale Gäste, die ihr Kommen zugesagt hatten, tatsächlich teilnehmen können, ist unklar: Die Vulkanaschewolke über Europa blockiert den Flugverkehr.
Trauender Bürger: Ähnlich schwer wie das Flugzeugunglück in Smolensk hatte das Land nur der Tod von Papst Johannes II. vor fünf Jahren getroffen.