Einsatz am Wasser Am Deich, auf dem Boot, im Regen
Und hüpf! Angela Merkel besuchte 2010 den deutsch-polnischen Grenzfluss Oder - und musste dabei über eine Stauwasserpfütze springen.
Vom brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck ließ sie sich über die aktuelle Lage informieren - damals herrschte in Frankfurt an der Oder die höchste Alarmstufe 4.
Zum Besuch gehörte auch das Klettern auf eine Leiter, um über die Hochwasser-Schutzwand zu schauen. Am Dienstag reist die Kanzlerin wieder ins Hochwasser - in mehreren Bundesländern sorgt die Naturkatastrophe für überschwemmte Innenstädte und Ackerflächen. Zehntausende Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen.
Auch er packte vor vielen Jahren mit an: Helmut Schmidt (SPD), damals noch Hamburger Innensenator, war während der Flutkatastrophe im Februar 1962 im Einsatz. In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 traf eine riesige Sturmflut auf die norddeutsche Küste. Über 300 Menschen starben, Zigtausende wurden obdachlos. Auf diesem Foto verleiht Schmidt Soldaten eine Dankmedaille.
Im Regenmantel: Bundeskanzler Gerhard Schröder nimmt im August 2002 gemeinsam mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt die Hochwasserschäden im Städtchen Grimma in Augenschein.
Genau ein Jahr nach der Jahrhundertflut empfingen die Einwohner von Grimma Schröder, der sich über den Wiederaufbau der Stadt informieren wollte.
Das schnelle Auftauchen Schröders in den Flutgebieten sicherte ihm wohl auch die Wiederwahl zum Kanzler - sein CSU-Konkurrent Edmund Stoiber (hier bei einem Foto von 2005) zögerte 2002 zu lange und urlaubte erst einmal auf der Insel Juist, bevor er Sandsäcke befüllen ging. Währenddessen konnte sich Schröder als zupackender Krisenkanzler profilieren.
Auch Helmut Kohl besuchte mehrfach Flutgebiete, wie hier an der deutsch-polnischen Grenze.
Steigen die Pegel, kommen die Politiker: In einem Polizeiboot fuhr der damalige Ministerpräsident von Brandenburg, Manfred Stolpe, durch das vom Oder-Hochwasser überflutete Frankfurt.
Ernster Blick: Der damalige Bundesinnenminister Otto Schily 2005 in Eschenlohe am Ufer der Loisach. Nach starken Regenfällen wurde der Ort überflutet.
Angesichts der dramatischen Hochwasserlage in einigen Regionen machen sich jetzt viele Bundes- und Landespolitiker selbst ein Bild von den Überflutungen - wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff an der Weißen Elster.
Haselhoff besucht derzeit mehrere bedrohte Gemeinden, bereits am Sonntag brach er in die Hochwasserregion auf.
Bereits am Montag war Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nach Sachsen aufgebrochen, um sich mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in Chemnitz über die Flut zu informieren.