Politikerautos - DER SPIEGEL
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Politikerautos Oben ohne dem Wahlvolk entgegen

Nixon auf der Motorhaube, Stalin am Scheibenwischer, Kohl zwängt sich durchs Schiebedach - und Schröder ins Zukunftsmobil. Politiker posieren in und mit edlen Karossen, um deren Glanz auf sich zu lenken. Die Geschichte einer Lackierung. Pardon, Inszenierung. Von Christian Siepmann
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Genosse der Auto-Bosse: Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, der damalige Daimler-Chrysler-Boss Jürgen Schrempp und ein ebenfalls etwas betagteres Modell aus Stuttgart-Untertürkheim im Jahr 1999.

Foto: Harry_Melchert/ dpa
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Die letzte IAA der Amtszeit: "Autokanzler" Gerhard Schröder genießt noch einmal den großen Auftritt mit Flügeltür und Sportsitzen auf der Internationalen Automobilausstellung 2005 in Frankfurt/Main.

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Roosevelt in der offenen Kutsche: Den Bewohnern von Savannah im Bundestaat Georgia präsentierte sich US-Präsident Franklin D. Roosevelt hutschwenkend im offenen Wagen. Seine Berater hatten ihm mutmaßlich ein Image der Offenheit und Volksnähe verordnet.

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Adolf Hitler im Panzer Cabrio: Schon der Dienstwagen des "Führers" war furchteinflößend. Der Mercedes 770 war sechs Meter lang, der Kühlergrill fast einen Meter hoch.

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Diktator bei der Autopflege: Josef Stalin rückt den Scheibenwischer seiner Staatskarosse an den rechten Platz.

Foto: Getty Images
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Truman mit Fließbandware: Henry Ford II., Enkel des Unternehmensgründers, machte US-Präsident Harry S. Truman ein Geschenk, das vom Fließband kam, aber äußerst solide wirkte.

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Kanzler-Kutsche: Der "Adenauer-Mercedes" wirkte bieder und bodenständig.

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Perfekter Kompromiss: Bundeskanzler Konrad Adenauer und US-Präsident John F. Kennedy am 23. Juni 1963 in Köln in einem halboffenen Mercedes, der deutsche Solidität und US-Supermacht-Dynamik perfekt verbindet.

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John F. Kennedys Verhängnis...: ...war sein Cabrio. Nur Sekunden nach der abgebildeten Szene trafen ihn am 22. November 1963 in Dallas drei tödliche Schüsse.

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Nixon auf der Familienkutsche: Richard "Tricky Dick" Nixon steht auf seinem "Ich-bin-wie-Ihr"-Mercury und wirbt um die Stimmen der Kalifornier bei den Senatswahlen 1950.

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Charme der Straße: Robert F. Kennedy, US-Präsidentschaftskandidat des Jahres 1968 im offenen Wagen in Kalifornien.

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Bundeskanzler im Schiebedach: Ludwig Erhard und Helmut Kohl konnten sich nicht zum Cabrio durchringen.

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Staatskarosse: US-Präsident Gerald Ford und Westernheld John Wayne demonstrieren Seriosität und Hemdsärmeligkeit beim Wahlkampf 1976 in Orange County, Kalifornien. Fords Tolpatschigkeit war sprichwörtlich, so dass die Wahlkampf-Manager in dieser Situation das Schlimmste befürchten mussten.

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Queen Car: Der Bentley der britischen Königin bietet Eleganz bei gleichzeitigem Understatement.

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Sozialismus schützt nicht vor PS: PDS-Politiker Gregor Gysi im Jahr 2005 in einem zugegeben eher bescheidenen Produkt aus Ingolstadt.

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Auf der Suche nach dem Knüppel: Venezuelas Staatspräsident Hugo Chavez und Iraks Ex-Diktator Saddam Hussein suchen den Schaltknüppel des feinen Autos.

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Offenheit und Transparenz: Mit diesen Eigenschaften des kleinen Flitzers versuchten sich wohl Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) auf der 58. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt/Main im Jahr 1999 zu schmücken.

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Nicht der Beste seiner Klasse: In Vergleichstests mit anderen Luxuskarossen belegte Gerhard Schröders VW-Phaeton meist einen der hinteren Ränge.

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"Große Klappe, ...": Der "Cadillac One" von US-Präsident George Bush basiert auf einem Serienfahrzeug von 1993, das Autotester keinesfalls konkurrenzfähig fanden.

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