Possum-Pie aus Neuseeland Staatsfeind im Schlafrock
Peter's Possum Pie: Das Teigprodukt mit Beuteltierfüllung lockt neugierige Touristen vom Highway ins Bushman's Centre an der Westküste der neuseeländischen Südinsel.
Justine und Peter Salter: Die Engländerin lernte den neuseeländischen Jäger vor 15 Jahren auf der Durchreise kennen - und blieb in Pukekura an der Westcoast hängen. "Das Klima ist milder als in England", sagt sie. Bekannt ist es aber vor allem für die ergiebigen Regenfälle.
Possum, noch lebendig: Die aus Australien eingeschleppten Beuteltiere vermehren sich in den Wäldern Neuseelands explosiv, da sie hier keine Feinde haben. Dafür ernähren sie sich von den einheimischen Vögeln und bedrohen unter anderem den Nationalvogel Kiwi.
Beuteltier im Beutel: Die Verwertung der Possums hat in den vergangenen Jahren einen erstaunlichen Aufschwung erlebt. Das abgezogene Fell wird gerupft und zu schicken Wolljacken, Socken und Handschuhen verarbeitet.
Bushman's Centre in Pukekura: Das "Zentrum" beherbergt ein Café, ein vernachlässigtes, verstaubtes Museum mit zwei lebendigen Possums und einem Souvenirladen.
Sandfly am Café: Die Kriebelmücken sind an der Westküste eine große Plage und machen so manchen malerischen Fjord unbewohnbar.
Kampf gegen 1080: Das Pestizid wird gegen die Possums eingesetzt, wirkt aber auch für Hunde tödlich. Für die Behörden gibt es keine bessere Alternative, Jäger wie Peter Salter protestieren.
Possum Pie: Da das selbsterbeutete Fuchskusu-Fleisch nicht kommerziell genutzt werden darf, gibt Justine ihre Pies gegen eine Spende ab. Mit dem Erlös soll der Kampf gegen 1080 finanziert werden.
Teigling à la Justine auf englische Art: Possum schmeckt nicht jedem. Wer den Pie nachbacken will, kann auch Hähnchen verwenden.