Posträuber Biggs Ein Leben auf der Flucht
Erwischt: Ronald Biggs wird am 9. Oktober 1963 von drei Polizeibeamten abgeführt. Er soll als Mitglied einer 15-köpfigen Räuberbande am 8. August 1963 nahe der Bridego-Eisenbahnbrücke in Ledburn den königlichen Postzug von Glasgow nach London überfallen haben. Die Gruppe erbeutete 2,63 Millionen Pfund.
Clever: Bereits 15 Monate nach seiner Verurteilung zu einer 30-jährigen Haftstrafe gelingt Biggs im Jahr 1965 die Flucht aus dem Wandsworth Gefängnis.
Mit Hilfe einer Strickleiter überwindet er die sechs Meter hohe Gefängnismauer und springt in ein bereitgestelltes Fluchtfahrzeug. Er flieht zunächst mit seiner Familie nach Paris, besorgt sich gefälschte Papiere und lässt sein Gesicht verändern. Dann geht es weiter ins australische Blackburn, von wo aus er 1974 allein nach Rio de Janeiro flieht.
Februar 1974: Ronald Biggs mit seiner brasilianischen Freundin Raimunda Nascimento de Castro in Rio de Janeiro.
Szene aus Klaus Lemkes Film "Flitterwochen" von 1980: Biggs rettet Dolly Dollar (Christina Giannakopoulos) vor dem Ertrinken.
Biggs im Jahr 1990 mit einem knutschunwilligen Haustier.
Ganz entspannt: Der britische "Postzugräuber" Ronald Arthur Biggs 1997 mit Hund "Blitzkrieg" in seinem Haus in Rio de Janeiro. Biggs lebte nach dem legendären Raub im Jahr 1963 über 30 Jahre lang in Brasilien.
Festnahme nach der Rückkehr in die Heimat: Am 7. Mai 2001 wird Biggs in London verhaftet. Seitdem sitzt er im Belmarsh-Gefängnis seine 30-jährige Gefängnisstrafe ab.
Relikt eines legendären Coups: Die Eisenbahnwaggons, aus denen die Postzugräuber 2,63 Millionen Pfund stahlen