Der Hosenanzug im Wandel der Zeit Marlene Dietrich trifft Mugler
Die Hose sollte eines ihrer Markenzeichen werden: Marlene Dietrich gilt als eine der ersten prominenten Frauen, die sich von den Dreißigerjahren an von der Herrengarderobe inspirieren ließen.
Yves Saint Laurent präsentierte 1966 seinen bis heute oft zitierten Entwurf "Le Smoking". Auch er adaptierte männliche Codes, kam aber noch ohne Schulterpolster aus.
Die etablierte erst Giorgio Armani in den Achtzigern. Seine Designs wurden zum Abbild des Jahrzehnts - und des Power Dressings.
Armanis Kollege Thierry Mugler trieb die Garderobe noch weiter auf die Spitze, war dabei aber femininer als Armani. Models stilisierte er in herrlich übertriebenen Kostümen zu Wesen von anderen Planeten.
Nach den Achtzigern wurden die breiten Schultern vom Minimalismus abgelöst. Einer der Vorreiter des Stils: Helmut Lang mit seinen reduzierten Entwürfen, wie diesem Anzug.
Heute interpretieren Politikerinnen wie Alexandria-Ocasio-Cortez die etablierten Codes neu. Bei ihrer Amtseinführung wählte die 29-Jährige Weiß, um Frauenrechtlerinnen vor 100 Jahren zu gedenken.