Das Kriegstagebuch meines Urgroßvaters Alltag an der Front
Frühstückszeit: Soldaten beim Auspacken des Frühstücks. Im Hintergrund Ernst Ritter von Brunner.
Ernst Ritter von Brunner: Der königlich bayerische Oberst in Uniform, fotografiert um 1916.
Truppentransport: Voller Euphorie rücken deutsche Soldaten im August 1914 mit der Eisenbahn an die Westfront aus. "Auf in den Kampf, mir juckt die Säbelspitze" und "Ausflug nach Paris", steht mit Kreide an dem Waggon geschrieben.
Ypernschlacht: Deutsche Infanterie rückt im November 1914 über offenes Gelände bei Ypern, Flandern, vor.
Im Schützengraben: Auf der Rückseite des Bildes ist zu lesen:
10.X.15. Im Obermayergraben.
Es wurde aufgenommen in einem Graben in der Nähe von Arras in Frankreich.
Luftangriff: Kämpfe an der Westfront - ein deutsches Flugzeug 1918 über einem britischen Panzer.
Mit Gasmaske: Das Bild zeigt Ernst Ritter von Brunner in Somme. Die Originalbildunterschrift lautet:
Im Bahneinschnitt mit der Gasmaske, Fr. 24.09.1915
Morgenstunde: Deutsche Soldaten 1914 in einem Unterstand in den Vogesen.
Abfahrt zur Somme-Schlacht: Am 10. August 1916 werden Soldaten mit Lastwagen in Ronssoy abgeholt und an die Front gebracht.
Schlacht an der Somme: Feuernde schwere britische Mörserbatterie im August 1916 bei Fricourt in Frankreich während der Schlacht an der Somme.
Mit Mannschaft: Ernst Ritter von Brunner (3. von links) und andere Soldaten, aufgenommen wahrscheinlich 1915 in Vimy, im Norden von Frankreich.
Zerschossener Hochwald: Nach schweren Kämpfen bei Chateau Wood verlassen britische Infanteristen am 29. Oktober 1917 die Waldstellungen.
Pause vom Krieg: Zwei deutsche Soldaten bereiten sich 1915 an einem gemauerten Herd vor einem Unterstand in den Dünen von Flandern eine Mahlzeit zu.
Beobachtungsposten: Ein Artillerieoffizier im Juni 1918 an einem teilweise ausgebauten Granattrichter in der französichen Champagne. Der jahrelange Grabenkrieg, der Hunger, die Kälte und die ständigen Kämpfe hatten die Soldaten ausgelaugt.
Frontalltag: Deutsche Soldaten des Ersten Weltkrieges durchsuchen in der Nähe eines Bunkers an der Westfront ihre Uniformen nach Läusen.
Deutsche Artillerie: Gruppenfoto der Mannschaft eines Festungsgeschützes im Mai 1918 an der Westfront vor Beginn der letzten deutschen Offensive.
Vor dem Sprung: Deutsche Infanteristen mit abschussbereiten Gewehrgaranaten auf den Karabinern während der Marneschlacht Anfang September 1914.
Letzte deutsche Offensive: Soldaten nehmen im Juni 1918 in Nordfrankreich eine gebrauchte Kartusche aus einem Eisenbahngeschütz, unmittelbar nach dem letzten Beschuss.
Massengrab: Grüße aus dem Krieg - das Bild zeigt eine Postkarte, wie sie sich im Nachlass eines Soldaten des Ersten Weltkriegs befand. Zu sehen ist ein deutsches Massengrab bei Vimy, Frankreich, 1917.
Foto fürs Familienalbum: Ernst Ritter von Brunner mit Ehefrau Bertha 1927.
Zerstörtes Soissons: Eine Straße in der von den Deutschen eroberten Kleinstadt im Norden von Frankreich, aufgenommen am 29. Mai 1918.
Auf dem Vormarsch: Infanteristen am 21. März 1918 an der Westfront während des Ersten Weltkrieges. Auf der Rückseite steht "Auf dem Vormarsch! 2 Stunden nach dem Sturm" geschrieben.
Kriegsanfang: Mit großem Elan marschieren die Soldaten 1914 durch ein kleines belgisches Dorf in der Nähe von Brüssel.
Kavallerie zieht in den Krieg: Reitertruppe in der Nähe von Verdun 1914.
Reiterstaffel: Am Weg zwischen Bailleul und Arras wartet im Juli 1916 eine Reiterstaffel. Im Hintergrund ist ein zerschossenes Gebäude zu sehen.
Kriegszerstörungen: Beim Angriff im März 1918 gelangten deutsche Truppen bis Albert, Montdidier und Noyon. Es wurden 90.000 Gefangene gemacht und etwa 1500 Geschütze erbeutet. Den Alliierten gelang im letzten Augenblick, den Durchbruch zu verhindern.
Unterstand des Regimentsstabes: Mitten in dieser zerschossenen Häuserfront der Rue de Péronne im französischen Bapaume befindet sich der Eingang zum Unterstand des Regimentsstabes, aufgenommen im Januar 1917.
Abschnittsquartier III: Ernst Ritter von Brunner, links, im April 1915 in Neuville, im Hintergrund ein zerschossenes Gebäude.
Frühschoppen: Soldaten des 2. Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments beim Frühschoppen, aufgenommen von Ernst Ritter von Brunner am 31. März 1915 im französischen Acheville.
Freizeitvergnügen: Die Original-Bildunterschrift lautet:
Acheville, 1915 im März. Frieden im Krieg 1914/15. Beim Krokettspiel in Acheville, 8 km hinter unseren Schützengräben.
Kronprinz Rupprecht: Kronprinz Rupprecht und von Brunner am Eingang zum Stabsquartier in Roeux am 28. August 1915.
Gruppenbild mit Kronprinz: Der Kronprinz mit den Offizieren am 28. August 1915 in Roeux, vorne in der Mitte Kronprinz Rupprecht von Bayern, ganz vorne rechts von Brunner.
Silvesterfeier im Schützengraben: Erschöpft nach Wochen in der Nässe und Kälte unter Dauerbeschusss feiern Ernst Ritter von Brunner und seine Mannschaft bei einer Partie Karten 1916 Silvester in der Nähe von Arras in Frankreich.